Pensionsreform ohne Perspektive für die junge Generation nicht akzeptabel!

BS2/ GÖD- Vorsitzender Hannes Taborsky kritisiert einseitige Maßnahmen

Wien (OTS) - In der derzeitigen Diskussion scheint es vor allem darum zu gehen, wieweit der nächste Schritt der Pensionsreform verschoben wird, um das Vertrauen der in Kürze in Pension gehenden zu schützen. Das Vertrauen der unter 41- jährigen scheint offensichtlich kein Faktor zu sein. Diese haben im öffentlichen Dienst bereits durch die Pensionsreform 1997 eine bis zu 30-prozentigen Pensionsverlust hinnehmen müssen. Da die sogenannte Deckelung der Pensionsverluste für alle nach 2021 in Pension gehenden nicht mehr gilt, kann man diese Generation nach dem derzeitigen Stand nur als die Zahler bezeichnen. Was sie für ihre Pensionsbeiträge und somit als Erhalter des Umlageprinzips bekommen werden, scheint nur von untergeordneter Bedeutung.

Für sie gilt: ASVG- Pension ohne die positiven Seiten.
d.h. höherer Pensionsbeitrag, keine Höchstbemessungsgrundlage, keine Abfertigung, keine Pensionskasse als 2. Standbein, ein alterslastiges Gehaltsschema ohne entsprechende Gehälter um sich ein drittes Standbein anzusparen, Staat zahlt keine Arbeitgeberbeiträge, etc. dafür 40 Jahre Durchrechnung, kein Vertrauen in ein Pensionsgesetz welches bereits zum wiederholten mal binnen kürzester Zeit verschlechtert wird- unter der wiederkehrenden Versicherung, dass dies die letzte Maßnahme sei, etc.

Die Pensionsreform ohne Begleitmusik, d.h. Korrektur der Rahmenbedingungen, bedeutet eine weitere massive Verschlechterung für jene Generation, für die sie angeblich notwendig ist.
Wenn der "Generationenvertrag" nach dieser Pensionsreform noch die Buchstaben wert sein soll, aus denen er besteht, ist eine Diskussionskorrektur dringend notwendig.

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Hannes Taborsky,
Vorsitzender Bundessektion Wirtschaftsverwaltung
Mobil: 0676/ 82102611
Gonzagagasse 12; 1010 Wien

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