ÖBB: 1.000 BahnBus-Lenker trainieren Fahrsicherheit

Weiterbildung für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Der BahnBus realisiert mit Unterstützung von Allianz Elementar, Pirelli, Vulkoplast Reifengesellschaft, MAN Nutzfahrzeuge und der Versicherungsanstalt der Eisenbahner (VA) eine intensive Sicherheit-Schulung für seine Fahrer. Im Zuge einer großangelegten Lenkerausbildung werden rund 1.000 Buslenker innerhalb der nächsten beiden Jahre in einem Fortbildungsprogramm beim ÖAMTC trainiert. Schwerpunkt des Fahrsicherheitstrainings ist das Bewältigen von Ausnahme- und Gefahrensituationen.****

Der Bahnbus befördert 95 Millionen Fahrgäste pro Jahr

"Unsere Lenker befördern jährlich rund 95 Millionen Fahrgäste, jeder von ihnen legt rund 38.000 km im Jahr zurück. Die Verantwortung für die Sicherheit unserer Fahrgäste hat höchsten Stellenwert und deshalb ist für uns die permanente Weiterbildung unserer Lenker so wichtig", betont Mag. Karl Zöchmeister, Leiter Personenverkehr.

Fahrsicherheitstraining als optimale fahrtechnische Weiterbildung für Buslenker

Beim Fahrtechniktraining lernen die Busfahrer im ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum in Teesdorf bei einem Spezialtraining mit dem Bus die besonderen Anforderungen und Gefahren ihres "mobilen Arbeitsplatzes" zu erkennen, zu vermeiden und zu bewältigen.

Das Bus-Übungsprogramm enthält nicht nur Übungen zum Fahrverhalten und Bremsübungen. ÖAMTC-Chefinstruktor Gerhard Blümel: "Wir wollen auch aufzeigen, dass man Physik durch Erfahrung nicht ausgleichen kann und man oft schon mit einem um 2 km/h höheren Tempo bei widrigen Verhältnissen keine Chance mehr hat, einen Unfall zu vermeiden. Dieser schmale Grat sollte vom Fahrer erkannt werden." Daher wird auf die Sensibilisierung der Kursteilnehmer für Geschwindigkeit und dem Erkennen von Gefahren ebenso Rücksicht genommen, wie auf das Einschätzen der Fahrbahnoberfläche und die daraus resultierende Einstellung des Fahrverhaltens.

Spezialübungen am Sicherheitsparcours

Neben den fahrtechnischen Übungen, wie z.B. Bergabfahren auf rutschigem Untergrund, gibt es ein Kompakttraining am Sicherheitsparcours, in dem das präzise Einschätzen der Fahrzeugabmessungen trainiert wird. Hinzu kommen Blicktechnik, vorwärts und rückwärts Rangieren sowie ein allgemeines Reaktions- und Fahrverhalten im Straßenverkehr. Geschult wird aber auch das Verhalten gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern: die Verpflichtung des Buslenkers gegenüber Menschen, Umwelt und Unternehmen sowie der sichere Umgang mit Zeitdruck und die Konzentration im Stadt- und Überlandverkehr. Die Themen werden insgesamt individuell angepasst, wobei sich die gesetzten Schwerpunkte aus der aktuellen Unfallstatistik ergeben.

Sicher und sparsam durch wirtschaftliches Fahren

Den Buslenkern werden auch die Einsparungsmöglichkeiten durch wirtschaftliches Fahren bewusst gemacht und aufgezeigt, dass ein ökonomisches Fahrverhalten keine Mehrarbeit darstellt. Klar ist zudem, dass damit ein defensiver Fahrstil gefördert und die Verkehrssicherheit erhöht wird.

"Das Trainieren des Autofahrens sollte eine ebensolche Selbstverständlichkeit sein, wie etwa die Einschulung auf neue Computerprogramme. Die ÖBB haben mit ihrem BahnBus, der täglich Tausende Personen befördert, eine nicht zu unterschätzende Vorbildfunktion. Mit dem Fahrtechniktraining für seine Lenker hat der BahnBus mustergültige hohe Maßstäbe gesetzt", so das Resümee vom Leiter der ÖAMTC-Fahrtechnik, Franz Wurz.

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