Landeshauptmann Hans Niessl besucht AUVA-Unfallkrankenhaus Wien-Meidling

Seit Jahrzehnten enge Zusammenarbeit

Wien (OTS) - Am Mittwoch, dem 2. April 2003, um 14 Uhr überzeugten sich Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl und Gesundheitslandesrat Dr. Peter Rezar vom hohen Standard der Unfallmedizin im Meidlinger Unfallkrankenhaus der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt, AUVA, und besuchten burgenländische Patienten. Karl Ziegler, Vorsitzender der AUVA Landesstelle Wien, Dir. Ing. Johann Kaiser, Leiter der AUVA Landesstelle Wien, Prim. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Schedl, Ärztlicher Leiter des UKH-M, Hermine Ebner, Leiterin des Pflegedienstes, und Johannes Wald, Verwaltungsleiter, begleiteten die burgenländischen Gäste. Das UKH-M versorgt pro Jahr rund 420 Burgenländerinnen und Burgenländer ambulant und rund 70 stationär. 21 Mitarbeiter, die zum Großteil in der Pflege tätig sind, pendeln aus dem Burgenland nach Meidling.

Seit Jahrzehnten besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen der burgenländischen Landesregierung und der AUVA in Prävention, Unfallheilbehandlung, oder Rehabilitation zum Wohle der burgenländischen Bevölkerung. So unterstützte die AUVA den Aufbau von Unfallstationen in burgenländischen Spitälern und hat im Jahre 1999 eine eigene Außenstelle der Landesstelle Wien in Oberwart eröffnet. Landeshauptmann Niessl ist Patron des Pflegepreises Burgenland, mit dem Familienmitgliedern gedankt wird, die viele Jahre Schwerstversehrte nach Arbeitsunfällen aufopfernd zu Hause pflegen.

Das seit 1956 in der Kundratstraße 37 bestehende Unfallkrankenhaus Meidling wurde zwischen 1996 und Sommer 2000 mit Investitionen in Höhe von rund 585 Millionen Schilling erweitert und modernisiert; ein Personalwohnhaus mit 100 Kleinwohnungen und eine zweigeschossige Tiefgarage mit 273 Stellplätzen stehen zur Verfügung. Die Planungsphase für den Erstuntersuchungsbereich, einen neuen Operationstrakt für vier Operationssäle und einen neuen Schockraum ist abgeschlossen (Baubeginn Sommer 2003, Fertigstellung Ende 2005). Während des Umbaues wird im Vollbetrieb ohne Reduktion der medizinischen Leistungen weitergearbeitet.

Das AUVA-Unfallkrankenhaus Wien-Meidling ist das auf Grund der Patienten- und Operationsfrequenz größte Unfallspital Österreichs. Jährlich werden rund 60.000 Patienten behandelt, davon 7.201 (2002) stationär. Dies entspricht einem Anteil bei der Vorsorgung von Verletzungsopfern des Wiener Raumes von knapp 25 Prozent. In Meidling stehen 174 Betten zur Verfügung.

Zu den ersten Häusern Österreichs zählte das UKH-M auch bei der Einführung des EDV-unterstützte Krankenhausinformationssystem ASTRA und des digitalen Röntgensystem PACS ( Picture Archiving and Communication System ) im Jahr 2000. Alle diesen modernen Systeme sind ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Qualität. Außerdem verkürzen sie die Wartezeiten der Patienten. Die Behandlungstermine werden automatisch im 15 Minuten-Intervall gereiht und vergeben; die Patienten mittels Videosystem aufgerufen. In den Nachbehandlungsambulanzen werden täglich bis zu 500 Patienten behandelt.

Pro Jahr führt das 65 Ärzte umfassende Team mehr als 5.000 Operationen durch. Schwerpunkte der Behandlung sind mehrfach- und schwerstverletzte Patienten, Schädel-Hirn-Verletzungen, Wirbelsäulenverletzungen, Handverletzungen - jährlich werden rund 350 hand- und auch mikrochirurgische Operationen und Replantationen durchgeführt - sowie die Versorgung aller Arten von Knochenbrüchen und Gelenksverletzungen. Eine besondere Rolle spielt dabei der künstliche Gelenksersatz an Hüfte, Knie und Schulter. Die Behandlungsdauer liegt trotz der oft komplexen Verletzungen bei durchschnittlich 8,4 Tagen.

Im Unfallkrankenhaus Meidling werden Spezialambulanzen für Verletzungen und Spätschäden der Schulter, des Handgelenkes, des Kniegelenkes und des Sprunggelenkes betrieben. Weltweit führend sind Ärzte des Unfallkrankenhauses in der Stoßwellentherapie für schwer heilende Knochenbrüche. Die Knochen erhalten durch die Stoßwellen Impulse zur Neubildung. Auch bei komplizierten Knochenbrüchen mit verzögerter Heilung oder bei so genannten Falschgelenken gibt es hier eine hohe Heilungsrate. Angeschlossen ist das einzige auf die Behandlung von Schädel-/ Hirnverletzungen spezialisierte Rehabilitationszentrum Meidling, das auch die AUVA betreibt.

Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt betreibt sieben Unfallkrankenhäuser, vier Rehabilitationszentren und ein Krankenhaus für interne Berufskrankheiten in Österreich.

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