Frauen im Landesdienst: Gleiches Geld für gleiche Arbeit

LH Sausgruber: Gehaltsunterschiede durch Teilzeitarbeit und Altersstruktur

Bregenz (VLK) – Frauen und Männer im Landesdienst erhalten
bei gleichen Funktionen das gleiche Gehalt. Dies betont Landeshauptmann Herbert Sausgruber in einer
Anfragebeantwortung. Gehaltsunterschiede bei Frauen und
Männern sind auf unterschiedliche Personalstrukturen
(Stichworte: Teilzeitarbeit, Altersstruktur) und nicht auf
die unterschiedliche Bezahlung von Frauen und Männern zurückzuführen, so der Landeshauptmann. ****

Durch den hohen Frauenanteil in der
Teilzeitbeschäftigung (knapp 80 Prozent aller 457 Teilzeitbeschäftigten sind Frauen), ergibt sich
automatisch, dass in der Statistik, die nicht zwischen
Teilzeit- und Vollbeschäftigung unterscheidet, Frauen ein verhältnismäßig geringes Einkommen haben, gibt der Landeshauptmann zu bedenken, da "ein
Beschäftigungsverhältnis unter 100 Prozent zu einem
entsprechend niedrigeren Einkommen führt".

Altersstruktur

Auch zu berücksichtigen ist die Altersstruktur der Beschäftigten nach Geschlecht. Bei den bis zu 30-jährigen dominieren die Frauen mit einem Anteil von beinahe 70
Prozent, bei den über 50-jährigen stellt sich die Situation
genau umgekehrt dar, stellt Sausgruber fest. Zudem gilt bei
allen Gehaltsschemen, dass mit zunehmendem Alter das
Einkommen steigt, wodurch wiederum eine Erklärung für den Unterschied zwischen Frauen- und Männereinkommen gegeben
ist.

Frauen in führenden Funktionen

Eine Annäherung und Angleichung kann nur langfristig
über einen höheren Anteil von Frauen und Männern bei den
älteren Dienstnehmern und einen höheren Anteil bei den qualifizierteren Funktionen erreicht werden, so der
Landeshauptmann abschließend: "Bei der Besetzung solcher
Funktionen haben bei gleicher Eignung Frauen Vorrang vor
Männern". Bei Experten- und Führungsfunktionen liegt der Frauenanteil bei 16 Prozent, bei Sachbearbeiterfunktionen
bei 30 Prozent und bei ausführenden Funktionen bei 59
Prozent.

Einteilung in Gehaltsstufen

In welche Gehaltsstufen die Landesbediensteten
eingestuft sind, hängt von ihrer Beschäftigungsdauer im Landesdienst ab. Alle zwei Jahre rücken sie eine
Gehaltsstufe vor. Außerordentliche Vorrückungen sind nur in
den alten Gehaltssystemen vorgesehen. Mit Stand Ende 2002
sind 1820 Landesbedienstete in der Verwaltung tätig. Davon
werden 1.192 Personen (403 Frauen, 789 Männer) nach den
alten Gehaltssystemen entlohnt. 23 Landesbedienstete (sechs
Frauen, 17 Männer) haben eine gehaltliche Sonderregelungen
nach dem Landesbedienstetengesetz.
(tm,nvl)

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