Niederwieser kritisiert Nicht-Beteiligung Österreichs an internationalen Studien zum Bildungssystem

Datenerhebung fällt dem Sparkurs der Regierung zum Opfer

Wien (SK) Als "bedauernswert und unvernünftig" bezeichnet SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser die Tatsache, dass Österreich immer seltener an internationalen Vergleichsstudien zum Thema Bildung teilnimmt und sich so die Datenlage zu wichtigen Themen immer weiter verschlechtert. Jüngster Fall ist eine internationale Volksschul-Lesestudie, an der 35 Nationen teilgenommen haben, Österreich als eines der wenigen entwickelten Länder bei der "Iglu"-Untersuchung aber auf Geheiß des Bildungsministeriums nicht mitgemacht hat. "Wir haben bald weniger Informationen und Daten als Länder mit seinem halb so hohen Bruttosozialprodukt wie Österreich", so Niederwieser Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Der SPÖ-Bildungssprecher fordert darum Gehrer auf, ihr Engagement für die Beteiligung an internationalen Vergleichsstudien aufzubringen und nicht dafür, Studien zu verfälschen - wie beim aktuellen Bericht zur sozialen Lage der Studierenden. ****

Der SPÖ-Bildungssprecher hielt fest, dass eine verbesserte Datenlage über das Bildungssystem Grundlage für die notwendigen Reformen sei. Ziel müsse sein, Österreich im internationalen Vergleich in die Spitzenränge zu bringen und sich nicht auf einem Platz im Mittelfeld auszuruhen. Er, Niederwieser, habe bereits Anfang März dieses Jahres eine diesbezügliche Anfrage eingebracht, in der er von Ministerin Gehrer wissen wollte, warum es kein ausreichendes, aktuelles, detailliert erhobenes und aufbereitetes Datenmaterial zum Bildungssystem gibt. So stelle sich die Frage, ob das Bildungsministerium über eine Verlaufsstatistik der Gesamtausgaben für Bildung in Österreich verfügt, ob es Angaben über die Ausgaben für Erwachsenenbildung gibt, wie hoch die Ausgaben für die AHS -getrennt nach Unter- und Oberstufe - sind oder etwa ob es Daten zur sozialen Herkunft der Schüler je nach Schultyp gibt.

All dies sei wichtiges Material, um die dringend notwendigen Reformen im Bildungsbereich endlich angehen zu können. "Und all dies sind offensichtlich Daten, die Ministerin Gehrer nicht interessieren, oder warum fällt die Datenerhebung dem Sparkurs sonst zum Opfer?" (Schluss) cs

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