Stadlbauer: Unterhaltsrecht muss Kindern und Müttern Sicherheit bieten

Regelung der gemeinsamen Obsorge geht an den Bedürfnissen vorbei

Wien (SK) "Ich will Ansprechpartnerin und Sprachrohr für Alleinerzieherinnen sein", so SPÖ-Nationalratsabgeordnete Bettina Stadlbauer am Sonntag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Wesentliches Thema war die Regelung der gemeinsamen Obsorge die "an der Realität der Mütter vorbeigeht", so Stadlbauer. Stadlbauer will eine Lobby für betroffene Mütter bilden. Stadlbauer lud am Sonntag Alleinerzieherinnen und ihre Kinder ins Linzer Kinderkulturzentrum "Kuddelmuddel" ein. Dabei hatten die Frauen die Möglichkeit sich bei ihr und Frau Elisabeth Paschinger vom Verein Amtsvormünder Österreich über aktuelle Entwicklungen zu informieren. ****

"Die von ÖVP und FPÖ beschlossene 'Scheidungsfalle' der gemeinsamen Obsorge muss beseitigt werden", betonte Stadlbauer. Der/die alleinige Obsorgeberechtigte soll wie früher gleich im Zuge des Scheidungsverfahrens festgelegt werden.

Alleinerziehende Mütter sind besonders armutsgefährdet. Auf ihre Lebenssituation müsse daher Rücksicht genommen werden. "Wir brauchen ein neues Unterhaltsrecht, das Kindern - auch volljährigen, sofern sie noch in Ausbildung stehen - und damit meistens deren Müttern echte Sicherheit bietet", forderte Stadlbauer. Das Modell der SPÖ-Frauen: Die Alimentationszahlungen sollen durch den Staat übernommen werden. Dieser rechnet den zu zahlenden Betrag für das Kind/die Kinder aus, überweist das Geld an den betreuenden Elternteil und fordert es vom Nicht-Obsorgeberechtigten ein. (Schluss) up/pw

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