Brosz: Gehrers Stundenkürzungen fehlt jedes bildungspolitische Konzept

Von Entlastung der SchülerInnen kann keine Rede sein

Wien (OTS) Die von Bildungsministerin Gehrer angekündigten Stundenkürzungen sollen offenbar in Form eines willkürlichen Streichens vorgenommen werden. Neben Sport, Musik und Bildnerischer Erziehung werden in der AHS-Obertstufe auch die ohnehin spärlich vorhandenen Wahlpflichtfächer gekürzt. "Hinter den Vorschlägen zur Stundenreduktion von Ministerin Gehrer ist keinerlei bildungspolitisches Konzept zu erkennen. Diese Reform dient nur dazu, die notwendigen Stunden zusammen zu kratzen, um Grassers Sparziel zu erreichen," kritisiert der Bildungssprecher der Grünen, Dieter Brosz.

"Gehrer führt mit den Vorschlägen ihr Argument der Entlastung der SchülerInnen ab absurdem. Wenn in der 6. Klasse des Gymnasiums eine Stunde Sport und eine Stunde Musik gestrichen wird, also ausgerechnet jene Stunden, die jetzt schon einen Ausgleich und eine Abwechslung bieten, kann wohl nicht ernsthaft von einer Entlastung gesprochen werden. Demgegenüber soll Mathematik wieder ungeschoren bleiben," so Brosz weiter.

"Wer die Diskussion um eine Entlastung der SchülerInnen ernsthaft führen will, muss zunächst die Anforderungen und Lehrinhalte neu definieren und dann Maßnahmen setzen. Stattdessen setzt Gehrer dafür eine Zukunftskommission ein, die in den nächsten Jahren Ergebnisse liefern soll und fuhrwerkt in der Zwischenzeit konzeptlos in der Stundentafel herum. Die Einschränkung der Wahlmöglichkeiten ist dabei der Gipfel. Vorschläge für die Förderung lernschwächerer SchülerInnen fehlen vollständig. Die Chance auf eine notwendige Strukturreform im österreichischen Schulsystem wird somit leichtfertig vergeben." so Brosz abschließend.

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