Seilbahnprojekt aufs Nassfeld soll nach Friaul-Wahlen realisiert werden

LH Haider hofft auf Weiterentwicklung des Wintersportgebietes -EU-Beitritt Sloweniens bringt keine großen Veränderungen

Klagenfurt (LPD) - Zu den bevorstehenden Wahlen in Friaul-Julisch Venetien im Mai werde er sich nicht äussern, sagte Landeshauptmann Jörg Haider auf Anfrage bei einer Pressekonferenz in Udine. Jeder, der gewinne, werde herzlich begrüßt werden und mit Kärnten die guten Nachbarschaftsbeziehungen fortsetzen. Der derzeitige Präsident Renzo Tondo bleibe, völlig unabhängig vom Wahlausgang, auf jeden Fall ein persönlicher Freund und ein Freund Kärntens. Bei der Wahl in Friaul würde wohl auch Römische Politik mitspielen, nicht nur jene von Friaul, schätzte Haider ein. In Kärnten würde er jedenfalls Zurufe aus Wien nicht akzeptieren. Das Volk in der Region solle seine Vertreter ohne Einflüsse von aussen wählen, so Haider grundsätzlich.

Die zwischen Friaul und Kärnten gegründete gemischte Gesellschaft habe zum Ziel, Investitionen auf beiden Seiten zu unterstützen. In diesem Zusammenhang nannte Haider auch das Seilbahnprojekt im Kanaltal (Nassfeld Südseite). Hier werde erwartet, dass die Realisierung dieses großen Infrastrukturprojektes zur Belebung des Wintertourismus nach den Wahlen vorangetrieben werde.

Bezüglich des EU-Beitritts von Slowenien erwartet sich Haider keine großen Veränderungen zwischen Österreich/Kärnten und Slowenien. Es gebe schon viele Kärntner Firmen, die in Slowenien tätig sind, wie auch umgekehrt. Die Mobilität der Arbeitskräfte dürfte sich ausser einem möglichen kleinen Anstieg von Tagespendlern nicht sehr verändern. Haider strich in diesem Zusammenhang die vielen Aktivitäten der landeseigenen Hypo-Bank hervor, die seit Jahren sehr erfolgreich in Friaul sowie Slowenien und Kroatien engagiert sei und zahlreiche wirtschaftliche Kontakte aufbaue. Gerade ungarische Gäste hätten heuer Kärnten als Wintersportland entdeckt, ergänzte der Landeshauptmann.

Zwischen Kärnten und Friaul gibt es eine eindrucksvolle Fülle an Kooperationen, was die Gemeinsamkeiten und Freundschaft der beiden Länder unterstreicht. Insbesondere haben beide Länder sich 2001 offiziell zur gemeinsamen "Region des Friedens" erklärt und unter diesem Motto auch vielbeachtete Aktivitäten, insbesondere zu Gunsten jugendlicher Angehöriger von Terroropfern der Anschläge von New York gesetzt.

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