Schaunig fordert Absicherung der Arbeitsrechtlichen Freistellung für freiwillige Helfer

Schaunig will Bergretter entschädigen - Scharfe Kritik an Strasser

Klagenfurt (SP-KTN) Soziallandesrätin Gabriele Schaunig-Kandut (S) betonte am Rande des Bezirksfeuerwehrtages in Steuerberg die Bedeutung des Engagements von Freiwilligen. Ohne Freiwillige Helfer würden viele wichtige Säulen unserer Gesellschaft nicht mehr funktinieren, stellte Schaunig fest. "Ich werde in der nächsten Regierungssitzung einen Antrag einbringen, um die Bergretter für Ihre freiwillige Arbeit zu entschädigen, denn sie können nichts dafür, dass der Bund säumig ist", kündigte Schaunig an.

Scharfe Kritik übte die Kärntner Soziallandesrätin an Bundesminister Ernst Strasser. Strasser sei eigentlich für die Bergretter verantwortlich, zahle aber nicht, so Schaunig. Der Minister hätte anlässlich der Konstituierung des Österreichischen Nationalkomitees für das "Internationale Jahr der Freiwilligen 2001" in der Wiener Hofburg am 4. Dezember 2000 den Freiwilligen viel versprochen aber es sei bei leeren Worthülsen ohne Taten geblieben. ("...Wenn wir es ernst meinen, muss freiwilliges Engagement leichter und attraktiver sein, muss es schneller gehen sich zu organisieren. Und jenen, die wir zuerst bitten für die Allgemeinheit das Wertvollste, nämlich ihre Zeit zu opfern, darf dann nicht Zeit geraubt und die Arbeit erschwert werden. Ich möchte daher gerne als Bundesminister für Inneres an der Seite der Landeshauptleute die viel beitragen dazu, dass Vereine leben und weiterleben und sich entfalten können tun, auf der Seite der Vereine und Verbände und NGOs auch ein Partner - gemeinsam mit Minister Haupt - in der Bundesregierung sein"..., Zitat Strasser in der Rede v. 4. 12. 2000)."Versprechen ist zu wenig, die vielen Freiwilligen haben Taten verdient", forderte Schaunig Strasser auf, seine Versäumnisse umgehend nachzuholen.

Die Soziallandesrätin forderte weiter die Verankerung der Dienstfreistellung. "Wir sollten auch über die sozialrechtliche Absicherung bei Unfällen im Rahmen der Tätigkeit der Freiwilligen ernsthaft nachdenken, da der Bund, durch die Verschlechterung der Entgeltfortzahlung, zusätzliche Probleme geschaffen hat", fordert Schaunig abschließend und kündigte an, im Sozialbereich alle Möglichkeiten auszuschöpfen. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Kärnten
Pressestelle
Tel.: 0463/57788-76
mario.wilplinger@spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS90003