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Petrovic: Weg mit den Zuverdienstgrenzen beim Kindergeld!

Grüne für flexibles Karenzkonto - Wiedereinstiege durch Kindergeld gesunken

OTS (Wien) - "Weg mit den Zuverdienstgrenzen beim Kinderbetreuungsgeld", fordert heute einmal mehr die Frauensprecherin der Grünen, Madeleine Petrovic. Zuverdienstgrenzen verhinderten eine partnerschaftliche Aufteilung der Kinderbetreuung, da Paare, die beide teilzeit-berufstätig seien, meist über der Grenze lägen und überhaupt kein Kinderbetreuungsgeld bezögen, während ein langer Berufsausstieg eines Elternteils - traditionell zumeist die Frau -belohnt würde. Die Grünen setzen sich für ein flexibles Karenzkonto ohne Zuverdienstgrenzen ein.

Die Kritik, dass das Kinderbetreuungsgeldgesetz erst seit 1.1.2002 in Kraft sei, und daher noch keine Aussagen über die Wirkung getroffen werden könnten, lässt Petrovic nicht gelten. Denn bereits für Geburten ab 1.7.2000 könne Kinderbetreuungsgeld bezogen werden, wenn ein Elternteil vorher beschäftigt war. Gerade bei den Müttern dieser Kinder - heute zwischen zwei und drei Jahren alt - zeige die aktuelle WIFO-Studie, dass die Wiedereinstiegszahlen gesunken seien.

Säumig ist die Bundesregierung laut Petrovic bei sämtlichen anderen Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Weder ein finanzieller Beitrag des Bundes zu Kinderbetreuungseinrichtungen noch ein gesetzlicher Anspruch auf Teilzeitarbeit mit Rückkehrrecht zur Vollzeitarbeit noch ein Mindestlohn von 1.000 Euro sind im Regierungsprogramm verbindlich vorgesehen. Darin finden sich ausschließlich zahnlose Appelle an Länder und Sozialpartner.

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