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40 Millionen Euro für Kinderbetreuungseinrichtungen fehlen!

Linz (OTS) - Zehn Millionen Euro will das Land Oberösterreich an Familiengeld ausschütten. "Ob es sich nur um ein Wahlzuckerl handelt, wird daran zu messen sein, ob das Land auch ausreichend Geld für die dringend notwendigen Kinderbetreuungseinrichtungen zur Verfügung stellt", sagt die Vorsitzende des AK-Frauenausschusses Hedda Kainz.

Die Fakten sprechen für sich: In 381 der 445 oberösterreichischen Gemeinden gibt es keine Krabbelstube. In 331 der 445 oberösterreichischen Gemeinden gibt es keine Nachmittagsbetreuung für Volksschüler. In 187 der 445 oberösterreichischen Gemeinden gibt es keine Mittagsbetreuung im Kindergarten.

"Wir vertreten nach wie vor die Auffassung, dass der Familie langfristig am meisten geholfen ist, wenn Familie und Beruf besser vereinbart werden können", so Kainz.

Es gehe vor allem darum, zusätzliche Möglichkeiten für eine stärkere Erwerbsbeteiligung von Müttern geschaffen werden und dazu seien zusätzliche Betreuungseinrichtungen erforderlich. "Das Vierfache der Summe, die jetzt verteilt werden soll,
nämlich 40 Millionen Euro, wäre ein Anfang, womit auch berufstätigen Frauen wirklich geholfen werden könnte", betont Hedda Kainz. Prüfstein wird sein, ob das Land noch im heurigen Budget diese Mittel zur Verfügung stellt.

Gerade die jüngste WIFO-Studie zum Kinderbetreuungsgeld zeige, dass ohne entsprechende Kinderbetreuungseinrichtungen und familienfreundlichen Arbeitszeiten Frauen aus dem Berufsleben gedrängt werden. Vor allem jungen Frauen, Mütter mit mehreren Kindern und Frauen mit geringen Chancen am Arbeitsmarkt, haben sich besonders stark zurückgezogen. Mit nachhaltigen Folgen bis in die Pension. "Besonders eklatant ist die Benachteiligung bei Arbeiterinnen und Angestellten. Kleine Vorteile sind nur für Selbständige festzustellen", stellte die Vorsitzende des AK-Frauenausschuss fest.

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