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Für AK sind Wifo- und vor allem IHS-Wirtschaftsprognosen noch zu optimistisch

Auch prognostiziertes zwei-Prozent-Wirtschaftswachstum für 2001 und 2002 wurde klar verfehlt

Wien (AK) - Als nicht nachvollziehbar und nur wenig plausibel bewertet die AK die heute vorgestellten Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute Wifo und IHS. Die Wirtschaftsforschungsinstitute haben bereits für die Jahre 2001, 2002 und 2003 ein Wachstum der österreichischen Wirtschaft von teilweise deutlich über zwei Prozent prognostiziert. Tatsächlich ist die heimische Wirtschaft 2001 um 0,7 Prozent und auch 2002 nur um ein Prozent gewachsen. Seit Jahrzehnten hat es in Österreich keine drei aufeinanderfolgenden Jahre mit so schwachem Wirtschaftswachstum gegeben wie 2001, 2002 und 2003. Diese Situation ist für die Beschäftigung in Österreich dramatischer als alle Rezessionen, die Österreich seit dem 2. Weltkrieg erlebt hat. Für ein stärkeres Wirtschaftswachstum 2004 gibt es schon jetzt keine Anzeichen. Dazu kommen aber noch Dauer und Folgen des Irak-Krieges, drohende Turbulenzen der internationalen Finanzmärkte, das Auslaufen der investitionsfördernden Maßnahmen in Österreich, die möglichen Konsumfolgen der so genannten "Pensionssicherungsreform" und das völlige Fehlen einer tatsächlichen Entlastung der Arbeitnehmer. Werten die AK-Experten die Wifo-Prognose als "Prinzip Hoffnung", kritisieren sie die IHS-Prognose als "aus den Fingern gesogen". Es gibt keine Anzeichen für die vom IHS angenommenen geringeren Preissteigerungen. Die Auswirkungen der kommenden Belastungen, wie der höheren Energiesteuer, werden ignoriert. Dem IHS ist offenbar auch die massive Beschleunigung der Mietenerhöhungen (auf mehr als fünf Prozent in den letzten Monaten) entgangen. Auch die Investitionsprognose erscheint unrealistisch hoch. Außerdem bleibt das IHS jeden Hinweis dafür schuldig, wie das deutliche Beschäftigungsminus des ersten Quartals 2003 im Jahresdurchschnitt in ein Plus von mehr als 4000 verwandelt werden soll. ****

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