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Maresch: SPÖ gefährdet durch Bau von 2 Lobau-Autobahnen den Nationalpark Donauauen

Maresch fordert: Hände weg von der Lobau!

Wien (Grüne) - "Wir sind der Meinung, daß zuerst alle in der SUPer NOW vorgeschlagenen Maßnahmen zur Forcierung des öffentlichen Verkehrs und zur Verkehrsvermeidung umgesetzt werden müssen", betont heute Gemeinderat Rüdiger Maresch, der Umweltsprecher der Wiener Grünen im Zusammenhang mit dem Lobauautobahn-Schwerpunkt im Wiener Gemeinderat. "Es hat wenig Sinn, jetzt schon die Planungen für die 6. Donaustrassenquerung zu beginnen, um gleichzeitig mit der Umsetzung der ÖV-Ausbauvorhaben die Lobauautobahn zu eröffnen", kritisiert Maresch. "Dies würde die beabsichtigte Bevorrangung des öffentlichen Verkehrs konterkarieren. Wenn man nach 2010 zur Erkenntnis käme, daß eine 6. Donaustraßenquerung wirklich unvermeidlich ist, dann würden sich auch die Grünen damit abfinden", stellt Maresch klar. "Dann ginge es um die Frage der Trassenführung und hier ist für uns ganz klar, daß eine Querung des Nationalparks Lobau sicher nicht in Frage kommt."

Die Wiener SPÖ-Stadtregierung präferiert allerdings bereits jetzt eine 6. Donaustraßenquerungsvariante, die in der SUPer NOW nicht einmal berechnet wurde, den Ausbau der Raffineriestraße zur A22 als auch eine Untertunnelung des Nationalparks Lobau beinhaltet.

"Diese Variante bedeutet, daß der Nationalpark von 2 (!) neuen Autobahnen in die Zange genommen wird. Der Nationalpark wird dadurch entwertet und ich würde mich nicht wundern, wenn die IUCN, die Internationale Union zum Schutz der Natur, ähnlich der ICOMOS im Fall des Projekts Wien Mitte, die Stadt Wien in die Schranken weisen würde. Hier zeichnet sich ein weiteres Debakel für die Wiener Stadtregierung ab", vermutet Maresch.

Außerdem würde diese Variante durch den hochrangigen Anschluß an das Autobahnnetz eine wesentliche Aufwertung des Standorts Öltanklager Lobau und damit einen hohen Nutzungsdruck auf den angrenzenden Nationalpark bedeuten", zählt Maresch weitere Gründe gegen diese Trassenvariante auf.

Schließlich prognostiziert die SUPer NOW für die Szenarien mit einer 6. Donaustrassenquerung im Gegensatz zum Szenario mit ÖV-Forcierung und Verkehrsvermeidungsmaßnahmen in Bezug auf die verkehrsbedingten CO2-Emmissionen und die Größe des donauquerenden Kfz-Verkehrs wesentlich schlechtere Werte. "Wenn die SPÖ Wien die international verbindlichen Ziele des Kyotoprotokolls ernst nehmen würde und ihr die Reduktion des Kfz-Verkehrs tatsächlich ein ehrliches Anliegen wäre, dann müßte sie sich eigentlich der Grünen Position anschließen", so Maresch abschließend.

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