Zum Inhalt springen

UNGARN - noch 400 Tage bis zur EU!

Ungarns schönste Landschaften - Der Neusiedler See

Wien (OTS) - Seit Ende 2001 zählt der grenzüberschreitende Nationalpark Neusiedler See zum gemeinsamen ungarisch-österreichischen Welterbe der UNESCO. Auf der ungarischen Seite des Nationalparks - hier heißt der Neusiedler See "Fertö", findet man noch einen breiten, dichten, ursprünglichen Schilfgürtel, der die Heimat zahlreicher Vogel-, Amphibien-, Fisch- und Sumpfpflanzenarten ist. So findet man hier etwa Reihernistkolonien, den seltenen blauen Moorfrosch und die fast ausgerotteten sonnengelben Sumpfdotterblumen.

Die Hügelkette westlich des Neusiedler Sees besteht aus Leithakalk, der wie im österreichischen St. Margarethen schon von den Römern abgebaut wurde. Wie dort wird auch in Fertörákos der antike Steinbruch als Kulisse für kulturelle Veranstaltungen genützt, etwa für die weit über die Landesgrenzen hinaus berühmte sommerliche Operngala.

Der Neusiedler See und das angrenzende Hanság-Gebiet (Waasen), sind Überreste einer einst riesigen Moor- und Sumpflandschaft, die einzigartige landschaftliche, botanische, zoologische, aber auch völkerkundliche und kulturhistorische Besonderheiten aufweist. 1994 kam es zum Zusammenschluß der beiden jeweils 1991 und 1992 gegründeten Nationalparks auf ungarischer und österreichischer Seite. Der Nationalpark umfaßt die unberührte, unter strengem Schutz stehenden Kerngebiete, weiters die sogenannte bewahrende Zone, in der traditionelle, aber naturschonende Bewirtschaftung wie Schilfernte, Mähen der Wiesen und sanfte, kontrollierte Beweidung erlaubt ist, sowie die Saumzone mit Siedlungsgebieten, in der jedoch ebenfalls strenge Auflagen gelten.

Zentrum des UNESCO-Welterbes Neusiedler See ist der gleichnamige See, das drittgrößte stehende Binnengewässer Zentraleuropas mit einer durchschnittlichen Tiefe von 50 bis maximal 180 cm. Der zu 88 Prozent von Schilf bestandene See, dessen Hauptanteil auf ungarischer Seite steht, ist der letzte Vertreter der europäischen kontinentalen Flachlandsalzseen. Er hat zwei natürliche Zuflüsse, die Wulka auf österreichischer und den Rákos-Bach auf ungarischer Seite. Die unmittelbare Umgebung des Sees besteht zu einem hohen Prozentsatz aus Salzsteppen und -wiesen, in denen sich immer wieder permanente oder temporäre Tümpel mit extrem hohem Salzanteil bilden.
Eine Besonderheit des Neusiedler Sees ist sein Reichtum an Vögeln. Zu den teilweise schon äußert seltenen Nistvögeln zählen Graugänse, Rohrgrasmücken, Tamariskensänger, Bienenfresser und Pirol, sowie verschiedene Arten von Tauchern, Reihern und Wildenten. Der See dient aber auch zehntausenden Zugvögeln als Rastplatz, darunter den für den See berühmten Blaßgänsen, deren abendliche Landung ein beeindruckendes Schauspiel ist, aber auch See- und Fischadlern sowie Wanderfalken. Der Neusiedler See bietet aber auch zahlreichen Fischarten wie Schlammpeitzger, Hechtbarsch oder Stichling eine Heimat, das dichte Schilf dient seltenen Käfer- und Insektenarten sowie Lurchen und Kriechtieren als geschützter Lebensraum. Unter den fast ausgestorbenen Pflanzenarten findet man das Knabenkraut, die Schwertlilie oder die Kuhschelle.

Man kann den Neusiedler See per Rad oder zu Fuß auf gut markierten Wegen umrunden (Reisepaß!).

Rückfragen & Kontakt:

Ungarisches Tourismusamt.
A-1010 Wien, Opernring 5.
Tel. 01/585 20 12-13, Fax 01/585 20 12-15.
ungarn@ungarn-tourismus.at,
Internet: http://www.hungarytourism.hu oder
http://www.travelport.hu

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HUN0001