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PRÖLL: ÖAMTC UNTERSTÜTZT 5 PUNKTE PROGRAMM FÜR UMWELTSCHONENDEN VERKEHR

Dachverbände der Automobilklubs sollen europaweit technische Maßnahmen gegen Dieselpartikel unterstützen

Wien (OTS) - Mit dem Generalsekretär des ÖAMTC, Dkfm.
Hans Peter Halouska, konnte Umweltminister Pröll einen weiteren wichtigen Partner zur Unterstützung seines 5 Punkte Programms für umweltschonenden Verkehr gewinnen. Nachdem OMV Generaldirektor Ruttenstorfer - auch er hat ein entsprechendes Übereinkommen unterzeichnet - die Lieferung schwelfreier Kraftstoffe per 1. Jänner 2004 zugesichert hat, erwartet sich der Umweltminister vom ÖAMTC breite Unterstützung bei der verpflichtenden Einführung von Dieselpartikelfiltern oder gleichwertiger technischer Maßnahmen auch auf europäischer Ebene. Für Umweltminister Pröll ist dies "ein weiterer wichtiger Schritt in seiner offensive für saubere Luft".****

Umweltminister Dipl. Ing. Josef Pröll und der Generalsekretär des ÖAMTC, Dkfm. Hans Peter Halouska bekennen sich zu folgenden Zielen:

  • Ab 1.1. 2004 sollen schwefelfreie Kraftstoffe für Otto- und Dieselmotoren flächendeckend zur Verfügung stehen.
  • Auf EU Ebene sollen politische Initiativen zur verpflichtenden Einführung von Diesel-Partikelfiltern oder gleichwertiger technischer Maßnahmen zur Reduktion von Feinstpartikeln gesetzt werden.
  • Marktanteil und Angebot von alternativen Treibstoffen sollen schrittweise ausgeweitet werden.
  • Auf nationaler Ebene sollen diese Maßnahmen durch entsprechende Anreize unterstützt werden.
  • Der ÖAMTC wird sich bei den Dachverbänden der Automobilklubs FIA und AIT für die aktive Unterstützung ähnlicher Umweltinitiativen auf europäischer Ebene einsetzen. Darüber hinaus sollen die beiden Dachverbände für die Unterstützung von Initiativen zur verpflichtenden Einführung von Dieselpartikelfiltern oder anderer technischer Maßnahmen zur Reduktion von Feinstpartikeln gewonnen werden.

Die Verwendung schwefelfreier Kraftstoffe (mit einem Schwefelgehalt kleiner 10 mg/kg) führt bei Benzinfahrzeugen zu einer deutlichen Reduktion der Stickoxid- und Kohlenwasserstoffemissionen, bei Dieselmotoren vor allem zu einer Verringerung der Feinstpartikelemissionen. Damit können schlagartig die Emissionen der gesamten österreichischen Fahrzeugflotte gesenkt werden, was signifikant zur weiteren Verbesserung der Luftqualität beiträgt.

Auch nachteilige Auswirkungen von Schwefel in Otto- und Dieselkraftstoff auf die Wirksamkeit von Katalysatoren, Dieselpartikelfiltern und anderen neuen Technologien zur Emissionsreduktion (Emission nur mit einem "m") können damit vermieden werden. Schwefelfreie Kraftstoffe mit einem Schwefelhöchstgehalt von 10 mg/kg ermöglichen so weitere wesentliche Fortschritte seitens der Fahrzeughersteller sowohl bei der Verbesserung der Kraftstoffeffizienz als auch bei der Verringerung von Schadstoffemissionen von neuen Fahrzeugen.

Zugleich mit dem Angebot an diesen Kraftstoffen sollen daher auch Abgasbehandlungstechnologien zur Feinstpartikelreduktion (Dieselfilter oder gleichwertige technische Maßnahmen) und neue Katalysatorentechnologien zur NOx- Reduktion auf EU-Ebene und in Österreich forciert werden.

Diese Maßnahmen werden auf nationaler Ebene durch Anreize unterstützt, diese neuen Technologien frühzeitig in den Markt zu bringen. Die Erhöhung des Marktanteils von alternativen Treibstoffen (wie Erdgas, biogene Kraftstoffe) wird ebenso zur Partikelreduktion beitragen. Mit der gesetzlichen Festlegung von nationalen Höchstmengen für die Luftschadstoffe Schwefeldioxid, Stickoxid, flüchtige organische Verbindungen und Ammoniak wird die Grundlage für eine nachhaltige Verbesserung der Luftqualität geschaffen.

(Schluss)

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Umwelt u. Wasserwirtschaft
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