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Einspurige erwachen aus dem langen Winterschlaf

KfV gibt Tipps zur beginnenden Motorradsaison: "Einschwingen" auf geschütztem Gelände erleichtert den Start nach dem langen Winter.

Wien (OTS) - Der Winterschlaf hat für die meisten Motorräder sehr lange gedauert, doch nun hat er endlich ein Ende. Vor der ersten Ausfahrt sollte das "Bike" einem fachgerechten Sicherheitscheck unterzogen werden.

Was ist zu überprüfen?
Unbedingt zu überprüfen sind Scheinwerfer, Rück- und Bremslichter, die Blinker und vor allem die Bremsen, der Reifendruck, sowie das Profil.

Fahrsicherheitsexperte Ing. Kurt Vavryn vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) übt vor seiner ersten Ausfahrt außerhalb des Stadtverkehrs: "Ich bin selbst seit knapp 40 Jahren begeisterter Motorradfahrer, doch nach der Auswinterung und Überprüfung meines Motorrads übe ich zuerst im verkehrsfreien Raum - zum Beispiel einem Fahrsicherheitszentrum. Das kann ich jedem nur empfehlen."

Gefühl für das Fahrzeug
Nach einer mehrmonatigen Fahrpause muss man erst das richtige Gefühl für ein Fahrzeug wiedererlangen. KfV-Fachleute raten zu Übungsfahrten auf geschütztem Gelände. Kurven fahren sowie das Gefährt beschleunigen und anschließende Bremsmanöver ausprobieren vermitteln wieder das Gefühl für Tempo und Fahrzeug.

Auf den ersten Kilometern im Verkehr müssen auch die Blicktechnik in der Kurve und das richtige "Lesen der Straße" wieder auf Motorradbetrieb umgestellt werden.
Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit rät allen Bikern: "Schenken Sie auch den 'kleinen Gefahren' wie etwa Streusplitt Beachtung. Sicherheit beginnt im Kopf und bremsen ist die schwierigste Übung für Einspurige: Daher ist es wichtige, dass das "neue Beschleunigungsgefühl" und die erforderlichen Bremswege auch auf der Straße zuerst langsam ertastet werden."

Die richtige Ausrüstung
"Nicht ohne richtige Schutzausrüstung" sollte das Motto jedes Motorradfahrers sein. Dazu zählt man:
-) Sturzhelm mit neuem, kratzfreien Visier
-) Handschuhe
-) Stiefel bzw. festes Schuhwerk
-) Schutzbekleidung aus hellen und reflektierenden Materialien

Lebensretter Helm
Ein Sturzhelm hat schon einigen Fahrern das Leben gerettet. Aber nicht jeder Helm garantiert Schutz - ausschlaggebend ist die Passform.

Der Helm muss fest am Kopf sitzen, aber wiederum nicht zu fest. Man sollte ihn bei geschlossenen Trageriemen nicht vom Kopf abziehen können. Große Bedeutung sollte auch dem Sichtbereich beigemessen werden. Gute Helme sind so weit ausgeschnitten, dass es keine Beeinträchtigung des peripheren Sehens gibt.

Weitere Helm-Tipps:
-) Auch für den unverzichtbaren Kopfschutz gelten auffällige, reflektierende Farben
-) Das Visier soll kratzfest, beschlagfrei und optisch einwandfrei sein. Nie trocken mit Papier putzen, so können Kratzer entstehen. Auf getönte Visiere bei Nacht- und Tunnelfahrten verzichten.
-) Nach einem Unfall unbedingt einen neuen Helm kaufen! Wenn er auch auf den ersten Blick unbeschädigt erscheint, könnten Mikrorisse die Sicherheit gefährden.
-) Nie einen gebrauchten Helm kaufen!

Auch die Autofahrer müssen sich erst wieder an die Einspurigen gewöhnen. Durch Nachsicht sollten deren Fehler ausgeglichen werden, um so eine schmerzfreie Bikersaison zu fördern.

Rückfragen & Kontakt:

Kuratorium für Verkehrssicherheit
Pressestelle
Mag. Alexandra Ludvik
Tel.: (01) 717 70 - 225
pr@kfv.at
http://www.kfv.at

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