AK gegen Wiedereinführung der 6-Tage-Woche im Handel

Regierung soll Arbeitszeit-Entwurf für Handel zurücknehmen -"massiver Eingriff in die Lebensführung der Handelsangestellten"

Wien (AK) - "Im Handel darf nicht wieder die 6-Tage-Woche eingeführt werden", kritisiert AK-Sozialbereichsleiter Christoph Klein die Pläne der Regierung für die Arbeitszeiten im Handel: "Der Begutachtungsentwurf des Wirtschaftsministers für die Änderung des Arbeitsruhegesetzes darf nicht so beschlossen werden, wie er ausgesandt wurde." Klein kritisiert, dass den Handelsangestellten wieder das Recht auf freie Samstage genommen werden soll. Derzeit muss die Hälfte der Samstage frei sein. "Dieses Recht konnte für die Handelsangestellten in Sozialpartner-Gesprächen ausverhandelt werden", sagt Klein, "jetzt will die Regierung die Handelsangestellten mit einem Federstrich wieder zur 6-Tage-Woche verdonnern." Der Wirtschaftsminister soll den Entwurf wieder zurücknehmen.

Öffnung an allen Samstagnachmittagen - dafür jeden zweiten Samstag frei: Dieses von den Sozialpartnern ausverhandelte Paket war ein Durchbruch für die Handelsangestellten, erinnert Klein: "Seither haben endlich auch Handelsangestellte das Recht auf freie Samstage." Der Plan des Wirtschaftsministers wäre "ein schwerer sozial- und familienpolitischer Rückschritt. Das lehnen wir ab." Zu bedenken sei auch, so Klein, dass der überwiegende Teil der Handelsangestellten Frauen sind, die es ohnehin schon schwer haben, Beruf und Familie zu vereinbaren: "In ihre Lebensführung würde massiv eingegriffen."

Die geplante Erweiterung der Ladenöffnungszeiten sollte im übrigen von den Sozialpartnern ausverhandelt werden - und nicht, wie von der Regierung geplant, in so unglücklicher Weise den Landeshauptleuten zugeschoben werden, meint Klein.

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