Scharer: AMS-Reform - Neue Arbeitsplätze durch verschärfte Jobvermittlung?

Anfrage an Bartenstein

Wien (SK) "Die AMS-Reform zur Steigerung der Effizienz bei der Arbeitsvermittlung, wie es im Regierungsprogramm verankert ist, wirft einige Fragen auf", begründet SPÖ-Abgeordnete und Arbeitsmarktexpertin Erika Scharer die eingebrachte Anfrage an Bundesminister Bartenstein. "Vor allem im ländlichen Raum sind meist nicht die fehlenden Qualifikationen Ursache für Arbeitslosigkeit sondern schlichtweg die nicht vorhandenen Arbeitsplätze", betont die Pinzgauer Nationalrätin die besondere Arbeitsmarktsituation der ländlichen Regionen. "Maßnahmen, die Arbeitssuchende in Weiterbildungen drängen, die sie freiwillig aus unterschiedlichsten Gründen nicht annehmen würden oder könnten, ist nicht der richtige Weg," weist Scharer auf die Zweischneidigkeit dieser Pläne hin. ****

Arbeitslosenvermittlung nach durchschnittlich 90 Tagen, Rechtsanspruch auf Weiterbildung über die Arbeitsmarktförderung, wenn innerhalb von acht Wochen keine Vermittlung vom AMS gelingt und rasche Qualifizierungsmaßnahmen noch während der Kündigungszeit sind Schlagworte, die zu hinterfragen sind, so Scharer.

"Die gravierendste Frage, die sich für mich in diesem Zusammenhang stellt, ist die Frage der Freiwilligkeit und Umsetzbarkeit. Wer entscheidet, welche Weiterbildung oder welchen Job der Arbeitssuchende nach Ablauf der gesetzten Fristen annehmen muss? Inwieweit ist diese Reform auch auf ländliche Regionen, beispielsweise bezüglich Kinderbetreuungsplätze, abgestimmt?", hinterfragt die SP-Mandatarin die genauen Inhalte der Reform. (Schluss) se/mp

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