Wiener Grüne Gesundheitssprecherin spricht sich massiv gegen eine Liberalisierung des Gesundheitswesens aus

PILZ: "Freier Wettbewerb - wie sie die Spielregeln des GATS-Abkommens vorsehen - kann keine soziale Krankenversorgung für alle schaffen"

Wien Grüne) - Die Gesundheitssprecherin der Wiener Grünen, Dr. Sigrid Pilz, warnt alle Entscheidungsträger vor einer Liberalisierung des österreichischen Gesundheitswesens: "Die USA, das Paradebeispiel für einen freien Markt im Gesundheitswesen kann uns wohl kein nachahmenswertes Beispiel sein." Pilz: "Mehr als 43 Millionen Menschen verfügen in den Vereinigten Staaten trotz aufrechtem Arbeitsverhältnis über keine Krankenversicherung. 31 Millionen Menschen leben unter der Armutsgrenze und sind von einer kaum rudimentär zu nennenden Notfallversorgung im Krankheitsfall abhängig."

"Allen Bestrebungen, Österreich durch die Abschaffung der Pflichtversicherung für private Versicherungsunternehmen zu einem Markt zu machen, muss eine klare Absage erteilt werden", so die Grüne Gesundheitssprecherin. Für ein wenig mehr Wahlfreiheit für die ohnehin bestens versorgte obere Einkommensschicht, würde nach Ansicht der Grünen "einer unsozialen Mehr-Klassen-Medizin Tür und Tor geöffnet".

"Unsere soziale Krankenversorgung muss in wesentlichen Bereichen reformiert werden, doch sie den Zielsetzungen von GATS zu überlassen, hieße einen sozial- und gesundheitspolitischen Rückschritt ins 18 Jahrhundert zu vollziehen" schließt die Grüne Gesundheitssprecherin.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat
Grüner Klub im Rathaus
Tel.: (++43-1) 4000 - 81814
http://wien.gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR0001