Stoisits zu Radio Dva: Regierung ignoriert eigenes Bekenntnis zu Volksgruppen

Aushungern der Minderheitenradios endlich beenden

OTS (Wien) - "Wegen fehlender Finanzierungszusagen seitens der Regierung steht Radio dva mit seinem slowenischsprachigem Programm vor dem Aus", kritisiert heute die Minderheitensprecherin der Grünen, Terezija Stoisits.

"Im Parlament wurde einstimmig eine Staatszielbestimmung zum Schutz und zur Förderung der Volksgruppen beschlossen, aber die Angestellten von Minderheitenradios müssen mehrmals in Hungerstreik treten, um auf die Notwendigkeit der medienmäßigen Versorgung von Volksgruppen aufmerksam zu machen. Das ist eine Schande", nimmt die Burgenländerin Stoisits zum zweiten und diesmal unbefristeten Hungerstreik der RadiomacherInnen von Radio Dva Stellung.

"Die BetreiberInnen von Radio Dva werden seit Monaten hingehalten und zwischen ORF und Regierung hin- und hergeschickt. Die Regierung müsse endlich die Verantwortung, die sie mit der Ratifikation der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen und mit der Staatszielbestimmung zur Förderung der Volksgruppen eingegangen habe, ernst nehmen und Budgetmittel für die Absicherung von Minderheitenradios bereit stellen", fordert Stoisits. Sonst müsse davon ausgegangen werden, dass die Volksgruppen und die Staatszielbestimmung für den Kanzler bloße Feigenblattfunktion haben, schließt die Abgeordnete.

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