Ärzte: Frühjahr - Zeit für mehr Bewegung! Utl: ÖÄK: Frühjahr eröffnet Vorsorgechancen für Bewegungsmuffel - Eltern und Schulen sollten körperliche Aktivität der Jüngsten fördern

Wien (OTS) - Pünktlich zu Frühlingsbeginn locken die ersten Sonnenstrahlen ins Freie. Österreichs Ärzte appellieren vor diesem Hintergrund an die Bevölkerung, die Gelegenheit zu nutzen, sich im Freien aktiv zu bewegen oder mehr Sport zu treiben. "Jetzt ist die beste Gelegenheit, versäumte Neujahrsvorsätze für eine bessere Eigenvorsorge endlich wahr werden zu lassen", erinnert ÖÄK-Präsident Dr. Otto Pjeta in einer Aussendung am Donnerstag. "Sport und Bewegung ist eine der unkompliziertesten und kostengünstigsten Möglichkeiten, aktive Vorsorge für die eigene Gesundheit zu betreiben."

In diesem Zusammenhang warnt der Ärztechef eindringlich vor der Zunahme Lifestyle-bedingter Erkrankungen. Die Zahl von rd. 500 000 Diabetes-Typ 2-Patienten sei, ebenso wie die Tatsache, dass rd. ein Viertel der Krankheitsfälle auf Herzkreislaufprobleme zurückgingen, alarmierend. Beide Krankheitsbilder seien stark durch mangelnde Bewegung in Verbindung mit Über- oder Fehlernährung mitbedingt. Bewegungsmangel erhöhe insgesamt die Sterberate und verdoppele das Risiko von kardiovaskulären Erkrankungen. Auch die Entstehung von Bluthochdruck, Osteoporose, Dickdarmkrebs, Fettstoffwechselstörungen oder Depressionen werde durch körperliche Bequemlichkeit gefördert.

"Eingefleischte Bewegungsmuffel sollten sich fragen, ob sie ihren Lebensstil nicht ändern wollen", mahnt Pjeta. "Es ist nie zu spät, mit Bewegung anzufangen. Das kann schon das tägliche Treppensteigen sein." Es reiche schon eine mäßige sportliche Betätigung bis zu 30 Minuten täglich. Besonders wichtig sei es, bereits den Jüngsten gesunde Lebensweisen beizubringen. Eine zentrale Aufgabe hätten hier das Elternhaus und die Schule. "Wenn schon die Eltern körperlich nicht aktiv sind, sollten sie doch zumindest ihre Kinder dazu anhalten", so Pjeta. Es gebe viele Sportvereine, die sich über Nachwuchs freuen würden und die Organisation von Freizeitsport übernehmen könnten.

In den Schulen müssten die Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten für die Kinder insgesamt verbessert und die Sportstunden aufgewertet werden, fordert Pjeta. "Uns Ärzten bereitet große Sorgen, dass motorische Störungen bei unseren Jüngsten zunehmen und auch die Zahl der Fettleibigen steigt", so der Ärztechef. Regelmäßige und ausreichende Sportstunden und gute Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten in der Schule seien unabdingbar für das Wohlergehen der Kinder. Erst jüngst hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO davor gewarnt, dass Bewegungsmangel eine der führenden Ursachen für Krankheit und Behinderung ist. Körperliche Inaktivität fordert laut WHO jährlich rund zwei Millionen Menschenleben.

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