Ackerl: LH Pühringer übersieht die geplante Abschaffung der Samstagsfreiregelung

Ladenschluss: Scharfe Kritik an geplanter Verschlechterung für Handelsangestellte=

Die schwarz-blaue Bundesregierung plant in ihrem Regierungsprogramm unter der Überschrift "Entbürokratisierung W Arbeitszeitflexibilisierung" bereits den nächsten Angriff auf die österreichischen ArbeitnehmerInnen. Die Arbeitszeiten im Handel sollen verschlechtert und das Recht, jeden zweiten Samstag frei zu haben, abgeschafft werden. "Die alleinige Zusicherung von Landeshauptmann Dr. Pühringer zur Beibehaltung der derzeitigen Ladenöffnungszeiten ist unzureichend. Der Landeshauptmann ist aufgerufen, sein ganzes Gewicht in der schwarz-blauen Bundesregierung dafür einzusetzen, dass die geplante Abschaffung der bisherigen Samstagsfreiregelung verhindert wird," erklärt Sozial-Landesrat Josef Ackerl.

Das schwarz-blaue Regierungsprogramm sieht außer der Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten auch die Aufhebung der Regelung, dass nur jeden zweiten Samstag gearbeitet werden darf, vor. "Es gilt, diesen Anschlag auf die Arbeitnehmerrechte der Handelsangestellten zu verhindern. Die Beibehaltung der Ladenöffnungszeiten allein ist zu wenig, wenn gleichzeitig der zweite freie Samstag fällt", erklärt Sozial-Landesrat Ackerl und ruft Landeshauptmann Dr. Pühringer auf, seinen Einfluss in der schwarz-blauen Bundesregierung dazu zu nutzen, die Abschaffung des derzeit gültigen § 22d Arbeitsruhegesetz zu verhindern. Dieser bestimmt, dass für ArbeitnehmerInnen in Verkaufsstellen, die an einem Samstag nach 13 Uhr beschäftigt werden, der folgende Samstag zur Gänze arbeitsfrei zu bleiben hat.

"Es kann nicht sein, dass die schwarz-blaue Bundesregierung in ihrer Liberalisierungswut die Ladenöffnungszeiten ausdehnt, die Rechte der ArbeitnehmerInnen einschränkt und gleichzeitig keinen Gedanken darauf verschwendet, wie die Handelsangestellten in dieser Zeit ihre Kinder versorgen sollen. Bereits die derzeit gültigen Ladenöffnungszeiten stellen die Eltern vor massive Probleme, eine Ausweitung ohne gleichzeitigen Ausbau der Kinderbetreuungsangebote grenzt an Zynismus", so Sozial-Landesrat Ackerl. Der Bund ist aufgerufen, mit einer verbesserten Finanzausstattung die Gemeinden in die Lage zu versetzen, verstärkt ganztägige Kinderbetreuungsmodelle anzubieten. "Die Gemeinden haben nämlich die Grenzen ihrer Finanzierungsmöglichkeit längst erreicht, " erläutert Sozial-Landesrat und Gemeindereferent Ackerl.

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