Camper-Protest gegen Lkw-Maut ab 2004 für Reisemobile über 3,5 t

Österreichischer Camping Club (ÖCC) sammelt Unterschriften und verteilt Aufkleber - Start morgen, Freitag, auf der "Campa" in Tulln

Wien (ÖAMTC-Presse) - Die elektronische Maut ab 2004, das Road Pricing, soll ab 2004 nicht nur für Lkw, sondern auch für Camping-Reisemobile über 3,5 t gelten. Der Österreichische Camping Club (ÖCC) startet morgen, Freitag, auf der "Campa"-Messe in Tulln/NÖ eine Unterschriften-Protest-Aktion gegen diese "Camper-Maut".

Nach Ansicht des ÖCC, der in Österreich 10.000 Camper vertritt, bedeutet die neue Maut eine "grobe Ungerechtigkeit". Geschäftsführer Alexander Hrdliczka: "Es darf nicht sein, dass Reisemobile, mit denen Menschen in den Urlaub fahren, genauso bemautet werden wie Lkw, die gewerblich Waren transportieren."

Sollte die Camper-Maut kommen, müssten Urlauber mit einem zweiachsigen Reisemobil, das 3,8 t wiegt, zum Beispiel für Hin- und Rückfahrt von St. Pölten zum Wörthersee 117,- Euro bezahlen. Diese eine Fahrt würde damit um 61 Prozent mehr kosten als die bis 2004 notwendige Pkw-Jahresvignette, hat der ÖCC, die Schwester-Organisation des ÖAMTC, errechnet.

Der ÖCC sammelt daher ab sofort Unterschriften gegen die "Camper-Maut", die Verkehrsminister Hubert Gorbach zu einem Umdenken bewegen sollen: Für Reisemobile über 3,5 t solle auch weiterhin die Vignette gelten. Zusätzlich verteilt der ÖCC Aufkleber, mit denen die Camper ihren Unmut über die Ungerechtigkeit zum Ausdruck bringen können.

In Österreich sind etwa 1.000 Reisemobile über 3,5 t zum Verkehr zugelassen. In Deutschland, dem wichtigsten Quellmarkt für den heimischen Camping-Tourismus, sind es hingegen fast 43.000 Fahrzeuge. Viele ihrer Besitzer könnten ab 2004 aufgrund der Lkw-Maut auf ihren Urlaub in Österreich verzichten, befürchtet der ÖCC.

Bereits seit September 2002 werden Reisemobilisten in Österreich nach Ansicht Hrdliczkas in ungerechtfertigtem Ausmaß zur Kasse gebeten. Die Tarife auf den Sondermautstrecken wurden von der Autobahngesellschaft ASFINAG je nach Anzahl der Achsen bis zum Zehnfachen angehoben. Zahlte man bis dahin für ein Reisemobil mit zwei Achsen über 3,5 t auf der Brenner-Autobahn (A 13) 8,- Euro, sind es jetzt 31,- Euro. Mit vier Achsen müssen sogar 75,50 Euro bezahlt werden. Auch diese Mauten, so der ÖCC, müssen wieder auf Pkw-Niveau gesenkt werden.

Unterschriften-Listen und Aktions-Aufkleber können kostenlos beim Österreichischen Camping Club, Schubertring 1-3, 1010 Wien, Tel. 01/713 61 51, www.campingclub.at angefordert werden.

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