Telekom Austria Bilanz 2002: Erstes positives Nettoergebnis seit Beginn der Restrukturierung - TEIL 1

- Zunehmende Stabilisierung des Festnetzbereiches - Weiterhin deutliches Wachstum im Mobilfunkgeschäft Wien (OTS) - Die vor zwei Jahren begonnene Restrukturierung des gesamten Festnetzbereiches der Telekom Austria Gruppe zeigt deutliche Wirkung. Erstmals wurde bei einer leichten Steigerung der Umsatzerlöse ein positives Nettoergebnis von 12,8 Mio. EUR erwirtschaftet. Im Festnetz konnten erstmals Marktanteile zurückgewonnen und die Marktposition gefestigt werden. Die positive Entwicklung des Mobilfunkgeschäftes war durch ein weiteres Wachstum beim Umsatz und der Steigerung der Profitabilität bei allen Beteiligungen gekennzeichnet. Nach den rückläufigen Ergebnissen in den Vorjahren wird im Wireline-Segment (Sprachtelefonie, Datenkommunikation und Internet im Festnetz) für das Jahr 2003 mit einer anhaltenden Stabilisierung gerechnet. In der Mobilkommunikation wird von einem weiteren Wachstum ausgegangen.

Telekom Austria AG (VSE: TKA; NYSE: TKA) verlautbarte heute die Finanzergebnisse für das Geschäftsjahr 2002 und das 4. Quartal (4Q) mit Ende 31. Dezember 2002.

Die zusammengefassten Umsatzerlöse stiegen auf vergleichbarer Basis um 1,3% auf 3.908,2 Mio. EUR, d.h. unter Bereinigung der Ziffern aus dem Jahr 2001 um den Effekt aus der Saldierung der Transit-Erlöse und -Aufwendungen, die zu Beginn des Jahres 2002 eingeführt wurde.

Der Anstieg des zusammengefassten EBITDA um 2,7% auf 1.514,8 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2002 ist vor allem auf das Wachstum im Mobilfunkgeschäft zurückzuführen.

Die Verbesserung des zusammengefassten EBIT von 158 Mio. EUR im Jahr 2001 auf 323,5 Mio. EUR inkludiert die Reduktion der Wertminderungen, vor allem für den Firmenwert von Czech On Line, von 145,1 Mio. EUR in 2001 auf 41,9 Mio. EUR in 2002.

Das konsolidierte Nettoergebnis der Telekom Austria AG verbesserte sich von einem Fehlbetrag von 104,6 Mio. EUR in 2001 auf einen Gewinn von 12,8 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2002. Parallel dazu verbesserte sich das Ergebnis je Aktie von minus 0,21 EUR auf 0,03 EUR.

Strikte Capex-Kontrollmaßnahmen wurden im 4Q 2002 fortgesetzt und führten zu einem Rückgang der Sachanlagenzugänge für das Geschäftsjahr 2002 von 18,4 % auf 662,4 Mio. EUR.

Die Verbesserung des operativen Ergebnisses sowie niedrigere Sachanlagenzugänge trugen zur Reduktion der Nettoverschuldung um 77,9 Mio. EUR auf 3.204,2 Mio. EUR zum 31. Dezember 2002 im Vergleich zum Jahresende 2001 bei. Zu dieser Reduktion kam es trotz der vom Unternehmen eingegangenen Verbindlichkeiten zur Finanzierung des 25,001-prozentigen Anteils an mobilkom austria in der Höhe von 693,1 Mio. EUR inklusive der Transaktionskosten.

Die Quartalszahlen zeigen auf vergleichbarer Basis einen Anstieg der zusammengefassten Umsatzerlöse um 3,8% auf 1.008,4 Mio. EUR im 4Q 2002 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das zusammengefasste EBITDA fiel um 1,9 % auf 303,9 Mio. EUR. Das Quartals-EBIT verbesserte sich von minus 140,8 Mio. EUR auf minus 62,0 Mio. EUR.

Im Festnetzbereich inkludiert das EBITDA für das 4Q 2002 die Auswirkungen aus dem Transfer zusätzlicher Teilnehmer am Vorruhestands-programm von Telekom Austria in das staatlich finanzierte Pensionssystem. Dies führte zu einer Auflösung von Vorruhestandsrückstellungen in der Höhe von 24,3 Mio. EUR im 4Q 2002 und von 57,4 Mio. EUR für das gesamte Geschäftsjahr 2002. Diese zusätzlichen Erträge wurden jedoch im 4Q 2002 durch außerordentliche Personalkosten und übrige betriebliche Aufwendungen in der Höhe von in Summe 27,4 Mio. EUR mehr als ausgeglichen.

Telekom Austria CEO Heinz Sundt: "Die Anstrengungen der letzten beiden Jahre zur Kostensenkung, Stabilisierung der Marktanteile im Festnetzbereich und Fortsetzung des Aufwärtstrends bei den Umsätzen im Mobilfunkbereich zeigen jetzt Früchte. Wir haben unsere Marktposition in allen Geschäftssegmenten gestärkt. Jetzt gilt es dieses Ergebnis nachhaltig unter Beweis zu stellen."

Finanzkennzahlen (in Mio. EUR)

4.Qu.02 4.Qu.01 Veränd. 2002 2001 Veränd. 2001 angep.** in % angep.** in % wie berichtet** Zusammengefasste
Umsatzerlöse 1.008,4 971,1 3,8% 3.908,2 3.859,3 1,3% 3.943,2

Ergebnisse exklusive Aufwände für
freigestellte Mitarbeiter und Verluste
aus dem Abgang langlebiger Wirtschaftsgüter:
Zusammengefasstes
EBITDA* 303,9 309,7 -1,9% 1.514,8 1.474,8 2,7% Zusammengefasstes
EBIT* -62,0 -140,8 56,0% 323,5 158,0 104,7%

Aufwände für freigestellte
Mitarbeiter 7,5 13,8 -45,7% 29,4 52,0 -43,5% Verluste aus dem Abgang langlebiger
Wirtschaftsgüter 21,0 0,0 - 21,0 0,0 -

Ergebnisse inklusive Aufwände für
freigestellte Mitarbeiter Mitarbeiter
und Verluste aus dem Abgang langlebiger
Wirtschaftsgüter:
Zusammengefasstes
EBITDA 275,4 295,9 -6,9% 1.464,4 1.422,8 2,9% Zusammengefasstes
EBIT -90,5 -154,6 -41,5% 273,1 106,1 157,4%

Konsolidiertes Nettoergebnis
der Telekom
Austria AG -99,2 -120,7 17,8% 12,8 -104,6 -
Ertrag pro Aktie
(in EUR) -0,19 -0,24 20,8% 0,03 -0,21 -

Sachanlagen-
zugänge 289,1 359,4 -21.0 % 662,4 812,2 -18,4%

in Mio. EUR 31/12/02 31/12/01 Veränd. in% Nettoverschuldung -
Telekom Austria Gruppe 3.204,2 3.282,1 -2,4%

* Das zusammengefasste EBIT ist als Betriebsergebnis exklusive der Aufwendungen für die im Rahmen der Restrukturierung freigestellten MitarbeiterInnen und der Verluste aus dem Abgang langlebiger Wirtschaftsgüter definiert. Das zusammengefasste EBITDA ist als zusammengefasstes EBIT plus Abschreibungen und Wertminderungen definiert. Aufgrund einer Änderungen der Berichterstattung nach U.S. GAAP sind im operativen Ergebnis des Jahres 2002 Verluste aus dem Abgang langlebiger Wirtschaftsgüter in der Höhe von 21,0 Mio. EUR enthalten, während diese im Jahr 2001 im Ausmaß von 39,0 Mio. EUR als nicht-operative Aufwendungen ausgewiesen wurden. Aus Vergleichsgründen wurde die Definition von EBITDA und EBIT entsprechend angepasst.

Die Aufwendungen für die im Rahmen der Restrukturierung freigestellten MitarbeiterInnen, welche im zusammengefassten EBITDA und im zusammengefassten EBIT nicht inkludiert sind, umfassen die Aufwendungen für Beamte, die bei der Freistellung von MitarbeiterInnen entstanden sind, sowie die Aufwendungen für Beamte, die aufgrund von Abfertigungen das Unternehmen verlassen, und die Kosten für Beamte, die sich im Krankenstand befinden und um Frühpensionierung angesucht haben. Diese Kosten fielen auf 29,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2002 gegenüber 52,0 Mio. EUR in 2001.

** Mit 1. Jänner 2002 genehmigte die Regulierungsbehörde einen Antrag der Telekom Austria AG zu einer Änderung der Verrechnung von Zusammenschaltungsentgelten zwischen den österreichischen alternativen Telekommu-nikationsbetreibern. Dies führte zu einer Verringerung der Umsatzerlöse und der Aufwendungen im Festnetzbereich, die sich auf das EBITDA nicht auswirkt. Wo es zum Zwecke der Vergleichbarkeit erforderlich ist, werden in diesem Bericht auch die berichtigten Zahlen angeführt.

Auswirkungen des Erwerbs des restlichen 25-prozentigen Anteils an mobilkom austria

Bis zum Rückkauf des Minderheitsanteils durch Telekom Austria am 28. Juni 2002 wurde mobilkom austria aufgrund von gewissen Mitspracherechten seitens des Minderheitsaktionärs Telecom Italia Mobile SpA (TIM) nach der Equity-Methode erfasst. Als Ergebnis des Anteilserwerbs enthält die konsolidierte Gewinn- und Verlustrechnung von Telekom Austria nach U.S. GAAP für das Jahr 2002 das Ergebnis der Geschäftstätigkeit von mobilkom Austria für den Zeitraum bis zum 28. Juni 2002 At-equity-Basis und jenes für den Zeitraum zwischen 28. Juni 2002 und 31. Dezember 2002 auf vollkonsolidierter Basis.

In diesem Bericht erfolgt die Darstellung der Ergebnisentwicklung auf Basis der zusammengefassten Zahlen der Telekom Austria Gruppe, wobei das Segment Mobilkommunikation für das Jahr 2001 wie auch für 2002 zu 100% einbezogen wird. In den beiliegenden Tabellen wird eine Überleitung zwischen zusammengefasster und konsolidierter Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

(Forts.)

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Martin Bredl
Telekom Austria Unternehmenssprecher
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