Symposium Sichere Straßen diskutiert Maßnahmen für Verbesserung der Verkehrssicherheit

Ausbau der Infrastruktur, Verkehrslenkung durch Telematik-Systeme, Optimierung der Straßenerhaltung und Sicherheitsaudit gefordert

Wien (OTS) - Fast 1000 Tote pro Jahr in Österreich, 40 000 Tote
pro Jahr in der EU, Abertausende zum Teil schwer und irreversibel Verletzte: jedes andere Ereignis, das solche Opferzahlen erforderte würde Hysterie, Panik, Massenfluchten auslösen. Politische Entscheidungsträger, Vertreter von Autofahrerorganisationen, Industrie und Wissenschaft haben deshalb unter Beteiligung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit und namhaften Experten die "Initiative für mehr sichere Straßen" ins Leben gerufen.

Initiative "Sichere Straßen" startet

Ihr Ziel ist eine vernetzte Betrachtung alle sicherheitsrelevanten Bereiche und Systeme des Straßenverkehrs, die Optionen für eine Verbesserung des derzeitigen Sicherheitsstandards aufzeigen und entsprechende Maßnahmen einleiten soll. Maßnahmen, Optionen und konkrete Vorschläge wurden im Rahmen des Symposiums "Sichere Straßen" diskutiert, das den Startschuss zu einer breit angelegten Initiative bildet. Referenten beim Symposium Sichere Straßen, das am 26. März 2003 im Ares Tower stattfand, waren unter anderem Univ. Prof. Johann Litzka vom Institut für Straßenbau und Straßenerhaltung der TU Wien, Univ. Prof. Ernst Pfleger Leiter des Instituts für Verkehrssystemanalyse, interdisziplinäre Unfallforschung und Unfallrekonstruktion, DI Ortfried Friedrich, Verkehrsplaner und Ingenieurskonsulent, Ing. Erwin Schrammel, Leiter des Instituts für Verkehrstechnik und Unfallstatistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit, Roman Michalek, Leiter der Abteilung Verkehrstechnik im ÖAMTC und Univ. Prof. Hermann Steffan von der TU Graz.

Forderungskatalog für mehr Sichere Straßen

Konkrete Forderungen zur Anhebung Verkehrssicherheit auf den Straßen, die zu einer Halbierung der Zahl der Getöteten bis 2010 führen soll, sind ein Sicherheitsaudit bei der Planung neuer Straßen, das die Zahl der Unfälle reduzieren soll, die seit 1996 wieder um 11 Prozent gestiegen ist. Verkehrsunfälle verursachen in Österreich jährlich volkswirtschaftliche Schäden von rund 4 Milliarden Euro. Der ÖAMTC fordert im Rahmen der Initiative "Sichere Straße" einen Lückenschluss im hochrangigen Netz, die Kapazitätsausweitung entlang überlasteter Abschnitte des bestehenden Netzes und eine Verbesserung von Strecken mit Sicherheitsdefiziten sowie flächendeckende intermodale Verkehrsmanagementsysteme. Die Verbesserung des Sicherheitsniveaus im bestehenden Netz könnte durch eine systematisches Erhaltungsmanagement erfolgen, berichtet Prof. Johann Litzka vom Institut für Straßenbau und Straßenerhaltung der TU Wien. Wie eine Simulation von Crashsituationen als Basis für neue Sicherheitskonzepte genützt werden kann, zeigt der Beitrag von Univ. Prof. Hermann Steffan von der TU Graz.

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