Missbräuchliche Mineraliensuche bleibt verboten

Naturschutzgesetznovelle beseitigt bürokratische Hemmnisse für Wissenschaft und Feldforschung

Klagenfurt, 2003-03-26 (fpd) Kärnten sei mit so vielen geologischen Besonderheiten gesegnet, dass es rückschrittlich anmute, diese dem erdwissenschaftlichen Bildungsauftrag und verantwortungsvoll handelnden Amateurgeologen auf Dauer zu entziehen, sagt der freiheitliche Klub-Vize und Umweltsprecher, LAbg. Johann A. Gallo.

Alle bisherigen Verbote und einschränkenden Vorschriften für das Sammeln von Mineralien und Fossilien, insbesondere in der Alpinregion, bleiben weiterhin voll aufrecht. Lediglich die Verwendung von kleinen Handhämmern bzw. Meiseln bis zu einem Höchstgewicht von zusammen 2 Kilogramm soll künftig ohne den bisher notwendigen bürokratischen Hindernislauf ermöglicht werden, erläutert der Abgeordnete. Durch die vorgesehene Gesetzesänderung würden auch die Grundeigentümer selbst entkriminalisiert, da die derzeit geltende Rechtslage auch diese miteinschließe. Zusätzlich erfolgt nunmehr auch die Klarstellung, dass die touristische Attraktion "Goldwaschen" mittels mechanischen Sieben künftig ausdrücklich nicht unter die Verbotsregelung falle.

Es sei bemerkenswert, dass ausgerechnet ÖVP-Exponenten einmal mehr Horrorszenarien mit Raubbaugeschichten verbreiten, obwohl es im Zuständigkeitsbereich von ÖVP-Obmann Georg Wurmitzer als Landwirtschafts- Naturschutz- und Nationalparkreferent liege, die bestehenden Gesetze zu exekutieren und damit Missbräuche und Verstöße zu ahnden und abzustellen. Der Naturschutzreferent müsse daher endlich handeln, wolle er nicht den letzten Zipfel an Glaubwürdigkeit verlieren, schloss Gallo.

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