Kukacka: CEATS-Flugsicherungszentrale in Fischamend positiver Impuls für Österreichs Luftfahrt

Ministerratsbeschluss bringt Flugsicherungszentrale für acht europäische Staaten nach Österreich!

Wien, 26. März 2003 (OTS) Als "wichtigen und äußerst positiven Impuls für Österreichs Luftfahrt und als zukunftsweisendes Projekt für den Wirtschaftsstandort Österreich", bezeichnete heute, Mittwoch,
Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka den gestrigen Beschluss des Ministerrates, zur Errichtung der CEATS-Zentrale (Central European Air Traffic Services) für Mittel - und Osteuropa in Fischamend. Neben den internationalen Organisationen wie UNO und OPEC werde der Standort Österreich um eine wichtige europäische Organisation weiter aufgewertet. "Die CEATS-Zentrale wird für acht Staaten - Österreich, Bosnien, Italien, Slowakei, Slowenien, Ungarn, Kroatien und die Tschechische Republik - den oberen Luftraum ab 9.000 Meter überwachen", erklärte Kukacka. Sitz werde ein Areal am Flughafen Wien bei Fischamend sein. ****

"Die CEATS-Flugsicherungszentrale wird die erste größere Einheit einer europäischen Organisation in Österreich. Damit bildet Österreich den Kern für weitere Betriebsansiedlungen in diesem Hochtechnologiebereich. So wird es uns auch möglich sein, größere Einflussnahme in CEATS Entscheidungsprozesse zu nehmen", betonte Kukacka. Das geschätzte Investitionsvolumen von CEATS betrage 120 Millionen Euro, Aufträge an österreichische Unternehmer sowie weitere Ansiedlung von ausländischer Unternehmen seien zu erwarten.

Das CEATS-Abkommen sei ein eigener Staatsvertrag. Am 25.März 2003 vom Ministerrat angenommen, werde er nun dem Nationalrat zur Beschlussfassung vorgelegt. Dieser werde den Vertrag so rasch wie möglich ratifizieren. Der Errichter und Betreiber der CEATS Zentrale sei EUROCONTROL, die seit 35 Jahren für den Luftraum von BeNeLux und Deutschland bestehende Flugverkehrskontrollzentrale in Maastricht, erklärte der Staatssekretär.

Eine 30.000 m2 große Liegenschaft am Flughafen Wien sei von der EUROCONTROL ausgewählt worden, Bundesmittel in Höhe von 12 Millionen Euro stünden seit August 1999 zur Verfügung. "EUROCONTROL ist dafür verantwortlich, dass das CEATS-Projekt in Abstimmung mit den nationalen Flugsicherungs-Dienstleistern erfolgt", betonte Kukacka. Übertragung der Liegenschaft erfolge an die EUROCONTROL durch einen Förderungsvertrag (BMVIT fördert die EUROCONTROL im Rahmen der CEATS) und einem Baurechtsvertrag zwischen dem Eigentümer Flughafen Wien, der EUROCONTROL (Baurechtsnehmer für 40 Jahre) und der Republik (Zahler des Baurechtszinses). "Die Übernahme des Baurechtszinses für die Liegenschaft stellt den einzigen finanziellen Betrag der Republik Österreich dar", so der Staatssekretär. Die Errichtung des Gebäudes wie auch die Betriebskosten der CEATS-Zentrale würden im Wege der Streckengebühren auf die Luftraumnutzer refinanziert, schloss Kukacka.

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