Nach Haider-Anzeige gegen Bahn, Post und Telekom: Staatsanwaltschaft ermittelt bei Frühpensionierungen

Kärntner Landeshauptmann: Bereits 176 Aktenordner belastendes Material vorhanden

Klagenfurt (LPD) - Nach der Strafanzeige von Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider vom 7. Juni 2002 gegen Bahn, Post und Telekom ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien mit Hochdruck wegen des Verdachtes missbräuchlicher Frühpensionierungen. Wie Haider heute bei einem Pressegespräch in Klagenfurt betonte, sei eine Sonderkommission gebildet worden. Die Staatsanwaltschaft verfüge bereits über 176 Aktenordner belastendes Material.

Wie Haider betonte, hätten die drei Unternehmen "ein System entwickelt", um mit "getürkten Gutachten Frühpensionierungen ohne Vorhandensein von Leiden" durchzuführen. Hier sei der Versuch unternommen worden, "mit Deckung des Managements über Frühpensionierungen Personalkosten einzusparen", so der Landeshauptmann. Denn im Gegensatz zu den Löhnen habe für Beamte von Bahn, Post und Telekom nicht das Unternehmen sondern der Staat für die Pensionszahlungen aufzukommen. Dieses Vorgehen sei gerade in Zeiten von Sparpaketen nicht zu akzeptieren, sagte Haider. Über Umwegen sei es wiederum der Steuerzahler, der für dieses unkorrekte Handeln in die Tasche greifen müsse.
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