FP-Madejski: Nordostumfahrung: Absage an eine Bezirksdurchfahrung

Autobahn mitten durch Siedlungsgebiete unannehmbar

Wien, 26-03-2003 (fpd) - Die im heutigen Planungsausschuß unter anderem diskutierte Innen-Variante für die S 2 (Wiener Nordostumfahrung) werde auf heftige Gegenwehr seitens der Bevölkerung und der FPÖ stoßen, erklärte heute der Planungssprecher der Wiener Freiheitlichen LAbg. Dr. Herbert Madejski.

Die geplante Trassenführung über das Asperner Flugfeld und damit quer durch die Siedlungsgebiete von Aspern, Essling, Neu-Essling und Breitenlee sei wahnwitzig und ziele ganz offensichtlich auf die Schaffung einer "Shopping-City-Ost" am alten Flugfeld und die damit für Wien zu lukrierenden Steuereinnahmen ab.

Darum sei die seit vielen Jahren von allen Rathausfraktionen außer den Grünen befürwortete Trassenvariante außerhalb der Stadtgrenze (östlich von Groß Enzersdorf) bei den Untersuchungen an den Rand gedrängt worden wie auch die Variante direkt an der Stadtgrenze. Rund 60.000 Ost-Donaustädter wären von der "Weil das Geld zählt"-Trasse in Mitleidenschaft gezogen, warnte Madejski.

Die Beschwichtigungsversuche, wonach die S 2 bei dieser Variante bis nach Breitenlee entweder in Tunnellage (Lobau) oder in überplatteter Form geführt werde, seien aus sicherheitstechnischen und finanziellen Gründen als unglaubwürdig einzustufen. Schlussendlich könnte dann eine "Sparvariante" in Niveaulage bestenfalls mit ein paar Lärmschutzwänden gebaut werden.

Auch aus diesem Grund sei die Querung des 22. Bezirks durch eine Hochleistungstrecke mit einer Frequenz von rund 150.000 Autos und Schwerlastern pro Tag nicht akzeptabel. Eine Stadtumfahrung müsse außerhalb der Stadtgrenze gebaut werden, wie auf der ganzen Welt üblich sei. SO anders müsse Wien jedenfalls nicht sein, hielt Madejski abschließend fest. (Schluß)am

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