Arbeitsgemeinschaft der Krankenversicherungsträger: "KV-DATA" nützt Synergien und eigenes Know-how

Gemeinsame EDV-Lösung

Linz (OTS) - In Linz trafen sich heute, am 26. März 2003, die Obleute und leitenden Angestellten aller österreichischen Krankenkassen für Unselbständige, um als Arbeitsgemeinschaft der Krankenversicherungsträger ("ARGE KV") aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Fragen zu erörtern. Unter anderem ging es dabei um die Zukunft der EDV in der Sozialversicherung. Mit dem Konzept KV-DATA liegt ein Vorschlag der Träger auf dem Tisch, welcher die möglichen Synergien und das in der Sozialversicherung vorhandene Know-how nutzt, um die Wirtschaftlichkeit und Produktivität im EDV-Bereich sicherzustellen. Dies soll durch eine gemeinsame Software-Entwicklung und den gemeinsamen Betrieb von Rechenzentren erreicht werden.

Die Spitzenrepräsentanten der neun Gebietskrankenkassen, der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, der Versicherungsanstalt der österreichischen Eisenbahnen, der Versicherungsanstalt des österreichischen Bergbaues sowie der größeren Betriebskrankenkassen sprachen sich einhellig für die Umsetzung dieses kooperativen Modells aus und betonten, dass der Hauptverband der Sozialversicherungsträger selbstverständlich von Anfang an eingebunden wurde.

Im Projekt KV-DATA ist eine gemeinsame Software-Entwicklung vorgesehen. Bei allen Krankenversicherungsträgern werden für gleichartige Aufgaben künftig nur noch die dafür von KV-DATA entwickelten Programme eingesetzt. Zur Finanzierung soll eine interne Leistungsverrechnung eingeführt werden, die Dienstleistungen werden in Leistungspaketen zu diesem Zweck genau definiert. Darüber hinaus werden auch gemeinsame EDV-Standards festgelegt, die sich an den Marktstandards orientieren. KV-DATA hat den wesentlichen Vorteil, dass nicht nur das gesamte EDV-Wissen der Träger gebündelt wird, sondern die Beteiligten auch mit der Materie der sozialen Krankenversicherung vertraut sind.

Durch die ebenfalls in KV-DATA vorgesehene Reduzierung der Rechenzentren werden Investitions- sowie Betriebs- und Leitungskosten optimiert.

Nach dem Konzept von KV-DATA soll ein IT-Ausschuss, in dem alle Träger, aber auch der Hauptverband repräsentiert sind, über gemeinsame Projekte im Hard- und Software-Bereich entscheiden. Die selbstverwalteten Träger geben die Grundsätze, Ziele und Rahmenbedingungen vor. Bei größtmöglicher Transparenz und Entscheidungshoheit der Träger können so alle Synergie- und Rationalisierungsmöglichkeiten genützt werden. Wichtiger Bestandteil des Konzepts ist ein externes Controlling, das Fehlentwicklungen auf allen Ebenen rechtzeitig aufzeigen kann. Die Steuerung und strategische Planung der gemeinsamen IT-Aktivitäten übernimmt der IT-Ausschuss, umgesetzt werden die Projekte von einem KV-DATA-Management.

Die Vertreter der ARGE KV werden dieses Konzept der Politik vorstellen und auf die Vorteile, die sich aus der vorliegenden kooperativen Lösung ergeben, nachdrücklich hinweisen.

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