FP-Ram fordert Aufklärung über Prölls umstrittenen Wohnungsverkauf Utl: Deal unter Freunden bescherte dem NÖ-Landeschef Millionengewinn

Ein Deal unter Freunden bringt VP-Landeshauptmann Erwin Pröll gehörig in die Bredouille: Er kassierte für seine 150 Quadratmeter große Wiener Eigentumswohnung von der VP-nahen Raiffeisen Versicherungs AG beachtliche 6,1 Millionen Schilling. Dabei hatte der geschäftstüchtige Landesfürst für den Kauf der Unterkunft seinerzeit lediglich 1,317 Millionen Schilling bezahlt. Nun fordert FP-Landesparteisekretär Thomas Ram rasche Aufklärung über das Zustandekommen des umstrittenen Geschäfts. "Das ist Pröll den Bürgern schuldig."

Er träumt davon, daß Niederösterreich zu einer "Insel der Menschlichkeit" wird. Einen ersten Erfolg seiner Kampagne kann VP-Landeshauptmann Erwin Pröll bereits verbuchen. Auch wenn die "Menschlichkeit" bislang nur einer Person zugute kam: Erwin Pröll selbst. Ihm wurde "Menschlichkeit" beim Verkauf seiner Eigentumswohnung in der Felix-Mottl-Straße 34 in Wien-Döbling zuteil. Die 150 Quadratmeter große Unterkunft hatte Pröll im Jahre 1980 um 1,317 Millionen Schilling erstanden. 2001 wollte er die Eigentumswohnung wieder los werden.

Da traf es sich gut, daß Pröll viele Freunde und Beziehungen hat. Mit der VP-nahen Raiffeisen Versicherungs AG war rasch ein Interessent gefunden. Daß dort Pröll-Freund Raiffeisen-General Christian Konrad die Fäden zieht, war sicherlich nur ein Zufall. Tatsache ist jedenfalls, daß der Kaufvertrag am 18. Jänner 2001 bei einem Notar unterschrieben wurde. Ein Deal, der dem geschäftstüchtigen Landeshauptmann viel Freude bereitete. Denn Pröll kassierte für die Wohnung stolze 6,1 Millionen Schilling.

Einsehbar ist der Kaufvertrag zum Leidwesen des Landeschefs nun sogar im Internet unter http://dealunterfreunden.twoday.net. Im Büro von Pröll schlug die Veröffentlichung des umstrittenen Deals wie eine Bombe ein. Dort hätte man die wundersame Wertsteigerung der Wiener Wohnung des geschäftstüchtigen Landeshauptmanns gerne unter der Decke gehalten. Macht es sich doch bei den Wählern nicht gut, wenn bei einer VP-nahen Versicherung, die ansonsten bei Schadensfällen mit ihren Versicherten um jeden Euro feilscht, plötzlich die Großzügigkeit ausgebrochen ist.

"Der Wohnungsverkauf ist ein typisches Beispiel für die Politik des Erwin Pröll", erklärt FP-Landesparteisekretär Thomas Ram, der eine rasche Aufklärung des Skandals fordert. Deshalb müsse der machtbewußte Landeshauptmann die Karten über den "Deal unter Freunden" endlich auf den Tisch legen. Schließlich, so Ram, haben die Wähler ein Anrecht drauf, zu wissen, wie der Landeschef im privaten Bereich agiere, wenn er etwas zu seinen Gunsten durchsetzen wolle: "Pröll, der stets versucht, sich mit allen Mitteln zu profilieren, profitierte bei dem umstrittenen Wohnungsverkauf und findet nichts dabei", klagt Ram.

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