Evaluierungsprozess beim Kinderbetreuungsgeld läuft - 15.000 mehr Anspruchsberechtigte bei Kindergeld

69 Prozent der Bevölkerung bewerten das Kindergeld mit "sehr gut"

Wien (OTS) - Gesundheits- und Frauenministerin Maria Rauch-Kallat warnte heute, Mittwoch, davor "aus der WIFO-Studie voreilige Schlüsse zu ziehen. Durch das Kindergeld hat sich für die Frauen in Österreich vieles positiv verändert". So seien jetzt zum Beispiel über 15.000 Frauen zusätzlich anspruchsberechtigt. "Damit haben wir einen großen Schritt zur Armutsbekämpfung von Frauen gesetzt, vor allem für Hausfrauen und Studentinnen ist dadurch eine soziale Absicherung gewährleistet", so Rauch-Kallat. "Faktum ist auch, dass Frauen jetzt mehr Geld für die Kinderbetreuung bekommen. Das Kindergeld ist um sechs Prozent höher, als das Karenzgeld. Außerdem ist die Zufriedenheit über das Kinderbetreuungsgeld sehr hoch". Laut Statistik Austria würden 69 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher das Kindergeld als "sehr gut" bewerten.

"Mit der Erhöhung der Zuverdienstgrenze ist auch das praktische Berufsverbot, das es zuvor gegeben hat, gefallen und ermöglicht Frauen den Fuß in der Tür zum Berufsleben zu lassen. Frauenministerin Maria Rauch-Kallat ist sich bewusst, dass es beim Kinderbetreuungsgeld weitere Verbesserungen geben muss und wies darauf hin, "dass bereits jetzt ein Evaluierungsprozess läuft". Aber es wäre zu früh, drei Monate nach Ende des ersten 30-Monate-Zyklus zu behaupten, dass das Kinderbetreuungsgeld Frauen aus dem Arbeitsmarkt dränge.

Abschließend betonte Rauch-Kallat wie wichtig die Bewusstseinsbildung in diesem Zusammenhang ist. "Es geht darum, dass Frauen beim Ausstieg aus dem Berufsleben an den Wiedereinstieg denken und die Väter verstärkt in die Pflicht nehmen müssen. Auch Väter sollen ihren Anteil an der Familienarbeit leisten und müssen sich der Verantwortung, die sie den Kindern gegenüber haben, bewusst sein. Es geht nicht mehr nur darum, dass die Väter das Geld nach Hause bringen, sondern dass sie auch ihre Kinder miterziehen. Nur so kann es langfristig zu einer fairen Aufteilung der Familienarbeit kommen".

Rückfragen & Kontakt:

BM für Gesundheit und Frauen
Ministerbüro
Mag. Daniela Reczek
Tel.: ++43 1 711 00/4378
daniela.reczek@bmgf.gv.at
http://www.bmgf.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BGF0001