....Haubner:Kinderbetreuungsgeld in jeder Hinsicht ein Hit für die Frauen

93 % nach einer Familienphase wieder in den Beruf

Das Kinderbetreuungsgeld hat als erstes Ziel, die Eltern während der Kleinkindphase zu unterstützen und ihnen die Wahlfreiheit zu geben, das Kind selbst zu betreuen oder betreuen zu lassen und weiterhin ihrer Erwerbstätigkeit nachzugehen. "Diese Intention wird von den Eltern voll akzeptiert und angenommen", betonte heute die Staatssekretärin für Familie, Generationen und Konsumentenschutz, Ursula Haubner.

Die Pläne von Frauen, die im Zwischenbericht der Evaluation des Kinderbetreuungsgeldes ausgewertet wurden, haben gezeigt, dass 49 % der Frauen planen, bis zum zweiten Lebensjahr des Kindes wieder einzusteigen, sogar 93 % der Frauen planen, bis zum 6. Lebensjahr wieder einzusteigen, das ist eine Zunahme um 14 %! Bis zur Einführung des Kinderbetreuungsgeldes sind 53 % der Frauen bis zum 2. Lebensjahr des Kindes wieder eingestiegen, aber nur 79 % bis zum 6. Lebensjahr.

"Durch das Kindergeld wollen Frauen verstärkt in den Beruf zurück. Das zeigt, dass Frauen nunmehr selbst und unabhängig von finanziellen Einschränkungen bestimmen, wie sie die Lebenswelten Beruf und Familie gestalten", so Haubner. Das entspräche auch dem selbstbestimmten und unabhängigen Frauenbild, das sie als Staatssekretärin vertrete.

"Frauen nützen die ihnen durch das Kindergeld angebotene Wahlfreiheit voll", ist Haubner zufrieden. Wünschen würde sie sich allerdings, dass auch Politikerinnen diese Entscheidungsfreiheit von Frauen endlich zur Kenntnis nehmen und akzeptieren könnten.

Haubner: "Wer bei uns zweifelt ernsthaft daran, dass es für Kinder und Mütter und darüber hinaus für die ganze Gesellschaft Sinn macht, wenn sich Eltern eine Zeitlang unbesorgt ihren Kindern widmen können?"

Letztlich gehe es um die Frage, wie viel Freiheit Frauen und auch Männer in ihrer Lebensgestaltung heute tatsächlich haben, wenn es ums Kinderkriegen geht - und ob sie am Ende nur wiederum neuen Zwängen unterliegen würden. Die Zeit mit einem Kind umfasst bei einer Lebenserwartung von etwa 80 Jahren vielleicht nur ein Fünftel der Lebenszeit der Eltern. Sie ist kurz - und sie hat eine ganz andere Qualität als die Zeit im Job.

.....Familienzeit für Mütter und Väter - vor allem aber für das Kind

Derzeit - nach 1 ¼ Jahren KBG - könne zur vermehrten partnerschaftlichen Aufteilung der Betreuung von Kleinkindern noch nichts gesagt werden, da der Beobachtungszeitraum zu kurz sei und davon ausgegangen werden könne, dass Väter erfahrungsgemäß meist erst nach der Mutter die Karenz in Anspruch nehmen. Haubner erwarte sich auf lange Sicht aber auch hier eine deutliche Einstellungsänderung durch das KBG.

"Wer will, soll daher auch diese besondere Familienzeit erfahren und beruflich aussteigen oder kürzer treten können", so Haubner weiter, denn "die wichtigste Investition in die Beziehung zu Kindern ist die gemeinsam verbrachte Zeit, die Bindungen und gemeinsame Erinnerungen schafft".

Kinderbetreuungsgeld bekämpft Frauenarmut und sichert die eigenständige Alterspension von Frauen

Auch die WIFO-Studie stelle jetzt schon fest, dass sich durch die Einführung des Kinderbetreuungsgeldes Frauen mit Kleinkindern nun seltener und weniger lang in einem finanziell und versicherungsrechtlich ungesicherten Status befinden. Bei Kinderbetreuungszeiten bleiben ja Pensionszeiten, Krankenversicherung und Abfertigung erhalten. Haubner: "Das ist ein wesentlicher Erfolg in der Frauen-Armutsbekämpfung und Alterssicherung".

Dafür sprechen auch die statistischen Daten, die besagen, dass in Österreich durch das Kindergeld im Jahr 2002 ein Geburtenplus von 3,6 % verzeichnet werden konnte. "Schon in den ersten elf Monaten 2002 hatte sich dieser Trend deutlich abgezeichnet - und das ist wahrlich kein Armutszeugnis", ergänzt Haubner.

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