Das "Lebensmittel Wasser" im Untersuchungsvisier der Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES)

12.138 Wasserproben im Jahr 2002 untersucht

Wien (OTS) - Gerade für Österreich hat das "Jahr des Wassers" eine besondere Bedeutung. Unser Hochquellwasser, aber auch unser Grundwasser sind im weltweiten Vergleich Spitzenreiter in den Punkten Qualität und Verfügbarkeit. Um dem Konsumenten diese Qualität sicherzustellen, liegt ein Hauptaugenmerk der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in der Kontrolle und Überwachung des österreichischen Wassers in all seinen Formen.

Wasser ist nicht gleich Wasser

Die AGES ist im überwiegenden Ausmaß mit der Untersuchung und der Beurteilung von Trinkwasser (Wasser für den menschlichen Gebrauch) befasst. Proben von Grundwasser, Nutzwasser und Badewasser werden analysiert.

Weiters werden Mineralwässer, Quellwässer und Tafelwässer (z.B. Sodawasser) untersucht und Stufenkontrollen in Abfüllbetrieben durchgeführt. Auch werden Wasserzusatzstoffe (Aufbereitungschemikalien), die bei der Beurteilung von Wasseraufbereitungsgeräten ("Wasserfiltern") eine Rolle spielen, untersucht.

Probenzahl

In diesem Rahmen wurden von der AGES im Jahr 2002 12.138 Wasserproben analysiert und Gutachten erstellt.

Überprüfung von Trinkwasser

Gemäß dem Codexkapitel B1 "Trinkwasser" des österreichischen Lebensmittelbuches "Codex Alimentarius Austriacus" umfasst die Überprüfung des Trinkwassers sowohl die Untersuchung des Wassers als auch den Lokalaugenschein vor Ort. Das heißt, der fachgerecht erhobene Ortsbefund stellt ein wesentliches Kriterium für die Beurteilung von Trinkwasser dar. Für die Sicherheit der Analysenergebnisse sind fachmännische Probenentnahme, Probenkonservierung und Probentransport bzw. Messungen an Ort und Stelle absolut notwendig.

Trinkwasserkontrollen werden sowohl bei großen Wasserversorgungsunternehmen als auch bei kleineren Gemeinschaftsanlagen und bei Einzelanlagen aufgrund behördlicher Vorgaben bzw. im Rahmen der Eigenkontrolle des jeweiligen Betreibers sowie über Ersuchen der zuständigen Behörde durchgeführt. Weiters bestehen zur Wasseruntersuchung gesetzliche Vorschriften (Lebensmittelgesetz 1975) wie z.B. die Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinkwasserverordnung vom 21. August 2001).

Analysenumfang und -durchführung

Die Mindesthäufigkeit und der Mindestumfang der Untersuchungen sind gesetzlichen Vorschriften über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch entsprechend der verteilten Wassermenge pro Tag bzw. der Anzahl der versorgten Bevölkerung vorgeschrieben. Die Analysetätigkeit beginnt mit der physikalischen und chemischen Routineuntersuchung, die im wesentlichen die Bestimmung der Hauptinhaltsstoffe und Kenngrößen eines Wassers umfasst. Angeschlossen werden Spezialuntersuchungen, wie die Bestimmung der leichtflüchtigen halogenierten aliphatischen Kohlenwasserstoffe (LHKW), die in manchen Gebieten Österreichs zum obligaten Untersuchungsumfang zählt, ebenso die Bestimmung von Schwermetallen und anderen Elementen, von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) sowie von Benzol, Ethylbenzol, Toluol und Xylolen (BTX) und von Pestiziden sowie die Untersuchungen auf radioaktive Substanzen.

Die bakteriologischen Untersuchungen beinhalten den Nachweis von Indikatorkeimen wie coliformen Bakterien, Escherichia coli, Enterokokken und in bestimmten Fällen Pseudomonaden, Clostridien, Salmonellen u.A.

Die laufende Untersuchungstätigkeit der AGES die in Österreich an 8 Standorten durchgeführt wird trägt dazu bei dass der österreichische Konsument mehr Sicherheit hat reinstes Wasser und damit ein sauberes Lebensmittel zu genießen.

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Österreichische Agentur für Gesundheit und
Ernährungssicherheit GmbH
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