Allianz Gruppe in Österreich hat 2002 den Durchbruch geschafft:

* Versicherungstechnisches Ergebnis ins Plus gedreht * EGT um 58,2 Prozent auf 43,7 Millionen Euro gesteigert

Wien (OTS) - 2002 war Kraftprobe - Durchbruch geschafft

Die Allianz Gruppe in Österreich bestand die Bewährungsprobe des Krisenjahres 2002 mit beachtlichen Erfolgskennziffern: Das versicherungstechnische Ergebnis konnte ins Plus gedreht und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) weiter gesteigert werden. "Das Jahr 2002 war eine Kraftprobe - doch wir haben den Durchbruch geschafft. Antizyklisch zur Branche dürfen wir bereits Bilanz über einen Gesundungsprozess ziehen", resümierte der Vorstandsvorsitzende, Dr. Wolfram Littich, bei der Vorstellung der vorläufigen Ergebnisse vor Journalisten.

Genesung weit fortgeschritten

Die Allianz hat ihr Kerngeschäft konsequent auf Wirtschaftlichkeit getrimmt und dadurch mit einer österreichischen Tradition gebrochen, wonach das negative versicherungstechnische Ergebnis von der Veranlagungsseite aufgefangen werden musste. Die Genesung im operativen Geschäft zeigt sich in der Entwicklung der so genannten Combined Ratio: Im Jahr 2000 mussten je 100 Euro eingenommener Prämie noch 118 Euro für Leistungen und Verwaltungskosten aufgewendet werden, 2002 waren es nur mehr 104 Euro - und das trotz der negativen Einflüsse durch das Hochwasser.

Dazu beigetragen hat einerseits der zügig in Richtung der Zielmarke von 75 Prozent tendierende Schadensatz, andererseits konnten auch die Kosten weiter gesenkt werden und landeten bei der europäischen Wunschgröße eines Kostensatzes von 25 Prozent. Durch die neue Struktur von Organisation und Abläufen sowie die Einführung moderner Kommunikationstechnologien wurde bei den Verwaltungskosten im vergangenen Jahr mehr als ein Drittel eingespart, was die Kostenführerschaft der Allianz in Österreich nachhaltig unterstreicht. Die für das laufende Jahr angepeilte Combined Ratio von 100 Prozent ist also zum Greifen nahe.

Die Eigenkapitalrentabilität (ROE - Return on Equity) der Allianz bewegte sich 2002 in Richtung zweistelliger Bereich, soll sich heuer über dieser Schwelle festigen und in zwei Jahren auf 15 Prozent steigen. Auf Sicherheit setzt die Allianz in puncto Eigenmittelausstattung: Mit 260 Prozent des gesetzlichen Erfordernisses - sprich 350,1 Millionen Euro - ist sie mehr als gut gepolstert.

Die Bilanz für Allianz Kunden

Der Allianz vertrauen in Österreich eine Million Kunden. Als größter Schaden- und Unfallversicherer initiierte das Unternehmen nachhaltig den Wechsel vom Verkäufer- zum Käufermarkt in der Versicherungswelt. Die gesamtheitliche Ausrichtung des Angebots wie der Strukturen und Systeme sichert die Zielgruppenorientierung auf die unterschiedlichen Kundenbedürfnisse. In Österreich erstmalig angebotene Dienstleistungen zählen ebenso dazu wie modulartig aufgebaute, individualisierbare Produkte oder wie die neue Bequemlichkeit - convenience - beim Versichern: lokationsunabhängig.

Einerseits wollen Kunden persönlich betreut werden, daher sind und bleiben die österreichweit rund 300 Standorte mit der 1300-köpfigen Vertriebsmannschaft von angestellten Mitarbeitern und selbständigen Agenten die wichtigste Nabelschnur zur Allianz. Andererseits legte die in der Branche einzigartige Zentralisierung der Vertrags- wie Schadenservicefunktionen in einem Customer Care Center den Grundstein für neuartige Leistungen, die täglich in 25.000 Kundenkontakten unter Beweis gestellt werden. Das Kundenservice der Allianz ist österreichweit über eine einheitliche Nummer zum Regionaltarif erreichbar. So wird etwa beim so genannten Schaden Schnell Service mit einem einzigen Telefonat der Schaden im System angelegt, sofort eine Deckungs- bzw. Haftungsprüfung vorgenommen und der Kunde über die weitere Vorgangsweise informiert. Additiv zur klassischen Assistance bietet die Allianz eine für Österreich völlig neuartige Serviceleistung in der Schadenerledigung an. Beim Allianz Partner Service (APS) übernimmt sie das komplette Schadenmanagement für Kunden und Geschädigte und organisiert auf Wunsch die rasche und komfortable Behebung des Schadens durch ein zuverlässiges und qualitativ geprüftes Partner-Netzwerk. Angeboten wird dies bei Gebäude- und Elektroschäden sowie im Kfz-Bereich.

Auch im Internet zeigt sich der technische Vorsprung der Allianz:
Die "Electronic Insurance" nimmt Gestalt an. Neu: Hilfe auf Knopfdruck. "Web-Collaboration" macht es möglich, dass auf Wunsch ein Allianz Agent gemeinsam mit dem Kunden - per Telefon oder Online-Chat - "in Echtzeit" surft.

Die vorläufigen Ergebnisse 2002 (IAS) im Detail

Die Allianz Gruppe steigerte ihr Prämienvolumen insgesamt von 1.120,9 Mio Euro auf 1.146,4 Mio Euro, d. h. um 2,3 Prozent. In der Schaden- und Unfallversicherung lagen die Prämieneinnahmen mit 823,2 Mio Euro um 0,4 Prozent über dem Vorjahreswert von 819,7 Mio Euro. Die Lebensversicherung entwickelte sich am dynamischsten. Es konnte eine Steigerung von 274,7 Mio Euro auf 295,2 Mio Euro verzeichnet werden, d. h. um 7,5 Prozent. In einem schrumpfenden Markt wuchs die Allianz und gewann dabei Marktanteile. Ebenso zufrieden stellend legte die Krankenversicherung zu. Nach 26,6 Mio Euro beliefen sich die Prämieneinnahmen Ende 2002 auf 28,0 Mio Euro, was einem Plus von 5,3 Prozent entspricht.

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle waren rückläufig. Nach 1.025,9 Mio Euro gingen sie geringfügig auf 1.018,4 Mio Euro zurück, also um 0,7 Prozent. Im Bereich Schaden/Unfall stiegen sie um 1,5 Prozent von 675,0 Mio Euro auf 685,2 Mio Euro, wobei Hochwasserschäden im Ausmaß von 137 Mio Euro brutto bzw. 37 Mio Euro netto zu verkraften waren. In der bedeutendsten Sparte, der Kfz-Haftpflichtversicherung, ist es erneut zu einer Verschlechterung des Schadensatzes, und zwar von 88,6 auf 91,4 Prozent, gekommen. In der Lebensversicherung verringerten sich die Leistungen von 335,5 Mio Euro auf 317,2 Mio Euro, d. h. um 5,4 Prozent, was mit dem Abreifen des Bestandes korreliert. In der Krankenversicherung war ein Anstieg um 3,9 Prozent von 15,4 Mio Euro auf 16,0 Mio Euro zu verzeichnen. Prämienrückvergütungen im Ausmaß von ein bis drei Monatsprämien werden den Versicherungsnehmern zugute kommen.

Zwei Jahre früher als erwartet hat die Allianz beim versicherungstechnischen Ergebnis den Durchbruch in die schwarzen Zahlen geschafft. Nach minus 29,8 Mio Euro wurde 2002 ein Plus von 0,3 Mio Euro erreicht. Das nichtversicherungstechnische Ergebnis war rückläufig: Nach 63,2 Mio Euro lag es 2002 bei 45,7 Mio Euro. Ein erfreulicher Zuwachs zeigt sich im Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT): Es stieg von 27,6 Mio Euro auf 43,7 Mio Euro, also um 58,2 Prozent.

In den Kapitalanlagen wurde ein Zuwachs von 1,6 Prozent erzielt, d. h. sie stiegen von 4.060,7 Mio Euro auf 4.124,4 Mio Euro. In der Risikostreuung setzt die Allianz in ihrer Aktienveranlagung weiterhin auf eine hohe Österreichkomponente - 30 Prozent. Sie bleibt damit ihrer Erfolgsstrategie treu und gleichzeitig wichtiger Partner an der Wiener Börse.

Wurden noch vor zwei Jahren rote Zahlen geschrieben, so kehrte die Allianz im Jahr 2001 mit einem Plus von 42 Mio Euro bereits wieder in die Gewinnzone zurück. Dies blieb auch im abgelaufenen Jahr so, allerdings unter Verkraftung der Hochwassereinflüsse in etwas geringerem Ausmaß, d. h. der Jahresgewinn lag bei 27,5 Mio Euro.

Ausblick:

Im Kerngeschäft gesund und mit wegweisenden technischen Systemen ausgerüstet, legt die Allianz im laufenden Jahr alle Kraft in den Ausbau der Kundenbeziehungen. Die im Vorjahr gestartete Vertriebsinitiative wird zur Personal- und Gründeroffensive erweitert. Auch hier antizyklisch zur Branche verschreibt sich das Unternehmen eine Frischzellenkur: Über 600 MitarbeiterInnen bzw. AgenturpartnerInnen wird die Chance auf eine Allianz Karriere eröffnet, wobei die Allianz verstärkt Frauen ansprechen will. Finanzdienstleister - Beruf mit Zukunft: Eine aktuelle Fessel-GfK-Studie zeigt, dass knapp 90 Prozent aller Abschlüsse über persönliche Kontakte laufen. Darüber hinaus steht die Allianz im Vertrieb vor einer Generationenablöse und sucht die künftigen BetreuerInnen für rund 50 Millionen Euro an frei werdenden Beständen.

Die Zeichen stehen auf Ausbau: In allen drei strategischen Stoßrichtungen des Unternehmens - Versicherung, Vorsorge und Vermögensaufbau - will die Allianz stärker als im Vorjahr wachsen. Allerdings schätzt der Vorstandsvorsitzende Dr. Littich 2003 als ein weiteres Jahr großer Herausforderungen ein: "Weltweite Krisen und anhaltend volatile Finanzmärkte werden erneut zum Prüfstein. Aber wir haben uns ein solides Fundament geschaffen, wollen gesund zulegen und unsere Position als Vorreiter für Innovationen im Markt ausbauen."

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Dr. Marita Roloff
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