KHOL: FREUE MICH AUF FRAUEN-MÄNNER-PARITÄT IM HOHEN HAUS

Nationalratspräsident und ÖVP-Klubobmann luden zu "Frauen im März" Bild.Ton.Wort ins Parlament

Wien, 26. März 2003 (ÖVP-PK) "1919 waren fünf Prozent der Nationalrats-Abgeordneten und 6,5 Prozent der Bundesräte weiblich. 1994 waren es 22 Prozent im Nationalrat und 20 Prozent im Bundesrat. Seit 2002 kommen wir immerhin schon auf einen Frauenanteil von einem Drittel im Hohen Haus. Vielleicht und hoffentlich erreichen wir im Jahr 2015 die Parität. Darauf freue ich mich." Mit diesen Worten leitete Nationalratspräsident Dr. Andreas Khol gestern, Dienstag, die Veranstaltung "Frauen im März" Bild.Ton.Wort ein, zu der er gemeinsam mit ÖVP-Klubobmann Mag. Wilhelm Molterer anlässlich des Frauenmonats März ins Hohe Haus geladen hatte. ****

"Wir sind noch nicht am Ende des Weges. Ging es in den Jahrzehnten nach 1919 noch um die Befreiung der Frauen aus dem gesellschaftlichen Korsett und das Ende der unterdrückenden Benachteiligung, geht es heute um gleichen Lohn für gleiche Arbeit und auch um politische Gleichstellung", sagte Khol bei der Veranstaltung, die sich dem Thema Frauen in der Kunst widmete. Unter den zahlreichen Gästen begrüßte Khol namentlich die Ministerinnen Ferrero-Waldner und Rauch-Kallat, ÖVP-Klubobmann Molterer, die Initiatorinnen der Veranstaltung ÖVP-Kultursprecherin Dr. Andrea Wolfmayr und ÖVP-Wissenschaftssprecherin Dr. Gertrude Brinek, die Gewinnerin des Frauenkunstpreises 2002, Andrea Sailer, die Künstlerinnen Brigitte Mikl-Bruckner und Gerlinde Thuma, deren Bilder im Anschluss in einer Vernissage präsentiert wurden, die Juryvorsitzende des Frauenkunstpreises Prof. Elena Ostleitner und den österreichischen Maler Prof. Josef Mikl als Gatten der ausstellenden Malerin.

Die junge steirische Schriftstellerin Andrea Sailer (Jahrgang 1972), die 2002 den Frauenkunstpreis in der Sparte Literatur erhalten hatte, präsentierte sich im Rahmen der Veranstaltung mit ihrem ersten Roman "Das einzige Abenteuer" (Vier-Viertel-Verlag). Darin erzählt sie eine tragisch endende Liebesgeschichte warmherzig und emotional, ohne jedoch den Bezug zur unbarmherzigen Realität des Alltags zu verlieren.

ÖVP-Kultursprecherin Andrea Wolfmayr las aus ihrem neuen Buch "Damals, jetzt und überhaupt" (SVG Verlag), das 20 Erzählungen enthält, die immer wieder um das Weibliche, um Frauen in ihren unterschiedlichen Lebensaltern und -lagen kreisen. Der Bogen der Erzählungen, die im Laufe von 20 Jahren entstanden sind, lassen Wolfmayrs Weg nachvollziehen und den Erzählband auch zu einem biografischen Dokument werden.

Die bildenden Künstlerinnen Mag. Gerlinde Thuma und Mag. Brigitte Mikl-Bruckner - die ihre Werke in der Säulenhalle des Parlaments präsentierten - wurden von ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg. Dr. Gertrude Brinek vorgestellt. Sowohl Thuma als auch Mikl-Bruckner können auf zahlreiche Ausstellungen verwiesen.

Gerlinde Thuma arbeitet interdisziplinär im Bereich Animationsfilm, Bühnenbild, Malerei, Grafik und Fotografie. Brinek:
"Ihr Schaffen repräsentiert die intellektuelle und emotionale Auseinandersetzung mit der Schnelllebigkeit unseres Alltags, der sie die Langsamkeit in der Meditation des Bildmachens gegenüberstellt. Thuma steht in der klassischen kunstgeschichtlichen Tradition des Doppelbildes, des Triptychons, umgesetzt im klassischen Tafelbild. In der Malerei, Grafik und Fotografie arbeitet sie abstrakt und gegenständlich zugleich."

"Brigitte Mikl-Bruckner sucht das Wesen der Dinge, die Dinge des Alltags. Sie zeigt diese Dinge in einer merkwürdigen, einsamen Aura. Sie gehört zu den wenigen lebenden Stilleben-Spezialisten. Sie pflegt den Realismus als Methode und steht in einer großen österreichischen Tradition, was das künstlerische Schaffen nach 1945 betrifft. Mikl-Bruckner malt in ihrer spezifischen Identität und Leichtigkeit zugleich. Dabei konzentriert sie sich mit einem ganz bestimmten Eigensinn und fordert unseren Eigensinn heraus", so Brinek weiter.

Kunst fordere Auseinandersetzung, Dialog und das Gespräch. Deshalb sei das Parlament ein besonders geeigneter Ort für diese Veranstaltung, so die ÖVP-Abgeordnete. Bereits im Vorjahr bildete das Parlament auf Initiative Brineks den Rahmen für die Verleihung des "Frauenkunstpreises", mit dem herausragende Leistungen von Künstlerinnen aus verschiedenen Sparten des künstlerischen Ausdrucks und Schaffens ausgezeichnet werden.

Musikalisch wurde der Abend mit Jazzmusik der Gruppe "Voice to Voice" umrahmt.
(Fortsetzung)

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