Neueste Meldungen aus dem Irak – Stand 25.03.2003: Rotes Kreuz stellt Wasserversorgung in Basra zu 40 Prozent wieder her

Wien, Genf, Bagdad (Rotes Kreuz) – In Bagdad sind die Ärzte des Roten Kreuzes bei ihren Besuchen in mehreren Spitälern auf 60 Verletzte, darunter sieben schwer verletzte Kinder gestoßen. Die Angriffe der vergangenen Nacht forderten nach ihren Angaben acht Todesopfer in Bagdad.

Das Rote Kreuz versorgt die Spitäler weiterhin mit Wasser in Plastikbeuteln bzw. größeren Tanks und medizinischem Material.

In Bagdad selbst funktionieren die Wasser- und die Stromversorgung. Unterdessen bereitet sich die Hilfsorganisation auch hier auf einen möglichen Wassermangel vor. Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen wurden mit 5.000 Liter Wasser in Beuteln versorgt, 2.400 Beutel und Wasserbehälter wurden auf acht Gesundheitszentren in der Hauptstadt verteilt.

Basra: Notlösung gefunden

In der südlich von Bagdad gelegenen Stadt Basra haben die Rotkreuz-Techniker das Kraftwerk Wafa-Al-Quaid, das den Großteil der Stadt mit Wasser versorgt, erreicht. Das Rote Kreuz hofft, noch heute die Schäden reparieren und die Anlage wieder in Betrieb nehmen zu können. Seit Freitag ist der Großteil von Basra ohne Wasser, da die für den Betrieb der Anlagen notwendige Stromversorgung zusammen gebrochen ist/getroffen wurde.

Inzwischen hat das Rote Kreuz eine zeitlich begrenzte Notlösung für 30 bis 40 Prozent der Einwohner von Basra gefunden. Kleinere Wasseranlagen werden dafür mit Stromgeneratoren betrieben.

Seuchengefahr aufgrund von Wassermangel

Die Wasserknappheit hat laut Medienberichten die Bevölkerung zum Trinken von ungeklärtem Flusswasser veranlasst. Das Rote Kreuz warnt in diesem Zusammenhang vor dem Ausbruch von Krankheiten und Seuchen.

Um die Besuche von Kriegsgefangenen aufnehmen zu können, verhandelt das Rote Kreuz weiterhin mit allen Kriegsparteien. Weiters werden alle Vertragsstaaten der Genfer Konventionen an ihre Verpflichtung erinnert, das humanitäre Völkerrecht – dessen Hauptzweck darin besteht, die Auswirkungen des Krieges auf Menschen, die nicht oder nicht mehr an den Feindseligkeiten teilnehmen, auf ein Minimum zu beschränken, sowie ihr Leben und ihre physische Integrität zu schützen – nicht nur selber einzuhalten, sondern seine Einhaltung auch durchzusetzen.

Das Rote Kreuz ruft zu Spenden für die vom Krieg betroffenen Menschen auf:
Über das Internet unter: https://spende.roteskreuz.at oder auf das Konto 2.345.000 bei der PSK – Kennwort "Irak-Krise".

Zusätzliche Informationen rund um die Uhr auf http://www.roteskreuz.at

Rückfragen & Kontakt:

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25. März 2003

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