Windholz: Onodis Schmusekurs sorgt für Turbulenzen in der SPÖ Utl: Bereits vor der Wahl sind ihre Tage als Landeschefin gezählt

"In der SPÖ fliegen bereits vor der Landtagswahl am Sonntag die Fetzen", sagt FP-Landesparteiobmann Ernest Windholz. Noch ehe das Ergebnis der Urnenganges feststeht, liegen sich die Genossen kräftig in den Haaren und kritisieren den Schmusekurs von SP-Chefin Heidemaria Onodi gegenüber der allmächtigen ÖVP. Denn Onodi genügt es, weiterhin Landeshauptmann-Stellvertreterin zu bleiben, viel Geld zu kassieren, ihr Büro und ihren Dienstwagen samt Chauffeur zu behalten.

Deshalb ist es Onodi, wie sie heute in einem Interview mit dem "Kurier" erklärte, "wurscht", ob die ÖVP die absolute Mehrheit erhält. Eine Aussage, die nicht nur innerhalb der SPÖ für Verwunderung sorgt. "Es für mich keine Überraschungü, so Windholz, "daß angesichts des Schmusekurses bei der SPÖ Feuer am Dach ist." Einen Schuß vor den Bug erhielt Onodi bereits von SP-Landesrätin Christa Kranzl, die sich seit Monaten mit VP-Landeshauptmann Erwin Pröll heftige Gefechte um Kompetenzen liefert. Kranzl, die auch stellvertretende SP-Landeschefin ist, erklärte unmißverständlich, daß es für sie "nicht erfüllend" sei, sollte die SPÖ zwar an Stimmen zulegen, die ÖVP aber die absolute Mehrheit erreichen.

Doch nicht nur von Kranzl droht Onodi Gefahr, als SP-Landeschefin abgeschossen zu werden, meint Windholz. Und das nicht nur deshalb, weil Kranzl ursprünglich die Wunschkandidatin von SP-Bundeschef Alfred Gusenbauer als Landesparteiobfrau in Niederösterreich war. Auch der Zweite Landtagspräsident Emil Schabl, der nach der Wahl in die Landesregierung einziehen soll, sägt bereits eifrig am Sessel von Onodi. Windholz: "Der ÖGB startete für Schabl eine Vorzugsstimmenkampagne."

Auch das führt dazu, daß Onodi bereits vor dem Urnengang am Sonntag nicht mehr fest im Sattel sitzt. Denn ihre Politik war bisher eine Aneinanderreihung von Pleiten, Pech und Pannen. Noch gut in Erinnerung ist Windholz das unverständliche Verhalten von Onodi, als es galt, im Landtag einem SP-Antrag zum Durchbruch zu verhelfen. "Klubchef Ewald Sacher schickte einen seiner Abgeordneten aus dem Sitzungssaal, damit die ÖVP nicht überstimmt werden kann." Onodi hatte mit dem peinlichen Desaster keine Probleme. "Der Schmusekurs gegenüber der ÖVP und Pröll war ihr wichtiger, als der Erfolg des eigenen Antrags", sagt Windholz.

Angesichts des peinlichen Interviews mit dem "Kurier" versuchte Onodis Pressesprecher Andreas Fiala zu retten, was noch zu retten ist, und meinte, die SPÖ wolle stärker werden und ein Gegengewicht zur Monopolstellung der Volkspartei bilden. Deshalb sei ihr eine Absolute der ÖVP nicht wurscht. "Als Onodi das Interview gab, war sie noch anderer Meinung", stellt Windholz fest. "Erst die Proteste ihrer Parteifreunde machten ihr klar, daß sie wenigstens kurz vor der Wahl auf den Schmusekurs gegenüber der Volkspartei verzichten soll."

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