AK: "Ungerechtfertigte Öko-Strompreise zurücknehmen"

Haushalte durch Energieabgaben ohnenhin schon stark belastet

Wien (AK) - "Die Stromanbieter sollen ungerechtfertigte Preiserhöhungen unter dem Titel Ökostrom sofort zurücknehmen", fordert Maria Kubitschek, Leiterin des AK-Bereichs Wirtschaft. Sie begrüßt, dass die Energie-Control jetzt gegen einheitliche Preiserhöhungen von 11 Stromanbietern nach Inkrafttreten des Ökostromgesetzes vorgeht. Denn die Haushalte werden durch die Energieabgaben ohnehin schon unverhältnismäßig hoch belastet, während sich Großbetriebe von den erhöhten Energiesteuern wieder zwei Drittel zurückholen können. "Da ist es nur gerechtfertigt, wenn die Energie-Control für mehr Preiswettbewerb sorgt", sagt Kubitschek.

Der mangelnde Preiswettbewerb zwischen den Stromanbietern hat schon bisher dafür gesorgt, dass sich für Pensionisten- und Single-Haushalte ein Wechsel des Stromanbieters gar nicht auszahlt, erinnert Kubitschek. Dazu kommt, dass die Haushalte durch die Energieabgaben unverhältnismäßig hoch belastet werden: Die Verdopplung der Energieabgabe auf 1,5 Cent pro Kilowattstunde (inkl. Mehrwertsteuer 1,8 Cent pro Kilowattstunde) verschlang die möglichen Gewinne durch die Strommarktöffnung: Ein Haushalt mit 3.500 Kiowattstunden Stromverbrauch im Jahr zahlt 32,50 Euro mehr im Jahr als vorher.

Umgekehrt können sich Großbetriebe zwei Drittel der Energiesteuer wieder zurückholen, konkret 190 Millionen Euro von insgesamt 290 Millionen Euro Energisteuer. "Das ist ungerecht", kritisiert Kubitschek. Und es sei nur gerecht und wichtig für die KonsumentInnen, wenn jetzt die E-Control den Stromanbietern ungerechtfertigte Öko-Strompreiserhöhungen nicht durchgehen lassen will.

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