Frais: Vorzeitige Pensionierungen sind Basis für Stundenreduktionen

Kritik aus Oberösterreich an Gehrers eindimensionaler Schulpolitik=:

So wenig dagegen einzuwenden ist, dass die wöchentlichen Unterrichtsstunden an den österreichischen Schulen in lehrplankonformer Weise reduziert werden, so untauglich ist die von BM Gehrer gewählte Vorgansweise: "Nur ein populistisches Zuckerl in den Raum zu werfen, hat nichts mit seriöser Schulpolitik zu tun. Lehrpläne und Stundentafel müssen korrespondieren, sonst werden Lernstoffe verstärkt in Hausübungen und Nachhilfestunden übertragen. Die häufig angesprochene cLehrplan-Entrümpelung? wäre die erste Aufgabe Gehrers gewesen! So vertraut sie aber dem hPrinzip Zufall2:
Möglichst viele LehrerInnen sollen vorzeitig in Pension gehen, über die restlichen Einsparungen sollen sie sich an den Schulen bei der Stundenaufteilung zusammenstreiten!"

SP-Klubchef Dr. Frais kritisiert den von BM Gehrer gewählten Weg des "Diktats vom Schreibtisch aus" als völlig konfus: "Diesem Horuck-Populismus fehlt es an Systematik und pädagogisch-didaktischen Grundsatzüberlegungen, dafür zeichnet er sich durch Kurzsichtigkeit hinsichtlich der Folgen für die SchülerInnen und der budgetären Entlastung aus."

Neben den berechtigten Befürchtungen, dass komplexere Stoffinhalte in der unterrichtsfreien Zeit vermehrtes selbständiges Üben und eine erhöhte Inanspruchnahme von Nachhilfestunden M zu Lasten des elterlichen Einkommens 8 zur Folge haben werden, ist der Druck für vorzeitige Pensionierungen von Lehrkräften geradezu eine Chuzpe:
Weniger Personalausgaben lassen zwar das Bildungsbudget ausgabenseitig besser erscheinen, doch werden gleichzeitig die Pensionsausgaben wesentlich erhöht und sinkt das Lohnsteueraufkommen für den Finanzminister (niedrigeres Pensionseinkommen und Abschläge). "Das ist das 3Reform-Flickwerk< der derzeitigen Bundesregierung:
Schicke die LehrerInnen mit Druck vorzeitig in Pension, um hinterher zu schreien, dass die Pensionen nicht mehr bezahlt werden können und deshalb reduziert werden müssen", weist Frais auf die chaotische Gesamtpolitik von ÖVP und FPÖ hin.

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