Kärnten gibt Vollgas bei Konjunkturbelebung

LH Haider: Kärnten hat höchsten Feber-Beschäftigtenstand aller Zeiten - Sozialpartnerschaft übergab IHS-Studie an Regierungskollegium

Klagenfurt (LPD) - Auf eine positive Entwicklung am Kärntner Arbeitsmarkt sowie auf den höchsten Feber-Beschäftigtenstand aller Zeiten verwies heute Landeshauptmann Jörg Haider im Rahmen der Übergabe der Studie "Beschäftigungsinitiative Bau" durch die Sozialpartner an das Kollegium der Kärntner Landesregierung. So verzeichnet Kärnten mit 184.422 Beschäftigten eine Steigerung um 1,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die vom Institut für höhere Studien und wissenschaftliche Forschung Kärnten (IHS) erstellte Studie beinhaltet Vorschläge für Maßnahmen u.a. in den Bereichen Strassen- und Kanalbau, Wohnbau sowie Tourismuswirtschaft, die zur weiteren Belebung der Konjunktur in Kärnten beitragen sollen. In Auftrag gegeben wurde die Studie von der Wirtschaftskammer Kärnten, der Landesinnung Bau Kärnten, der Kammer für Arbeiter und Angestellte Kärnten und der Gewerkschaft Bau-Holz Kärnten und heute von Wirtschaftskammer-Präsident Franz Pacher, Arbeiterkammer-Präsident Günther Goach, dem Landesvorsitzenden des Österreichischen Gewerkschaftsbundes, Adam Unterrieder sowie dem Verfasser Univ. Prof. Hans-Joachim Bodenhöfer vorgestellt.

Der Landeshauptmann hob bei der Übergabe den "Schulterschluss" zwischen der Landesregierung und den Kärntner Sozialpartnern hervor und kündigte an, dass man bei der Schaffung von Arbeitsplätzen und Aufrechterhaltung des "derzeitigen wirtschaftlichen Schwungs" auf Vorschläge der Studie zurückgreifen werde. Weiters verwies Haider auf den jüngsten Monatsbericht des IHS, der Kärnten als das zweitinnovativste Bundesland Österreichs nach Wien ausweise. Außerdem liege Kärnten bei den Forschungsausgaben pro Kopf und bei den Beschäftigten im High-Tech-Bereich ebenfalls bundesweit an zweiter Stelle.

In der Bauwirtschaft Kärntens, so Haider, sei auch ein deutlicher Aufschwung zu verzeichnen. Allein im November des Vorjahres hätte es hier eine Steigerung um 10,4 Prozent gegeben, während der Österreichschnitt ein Minus von 4,6 Prozent aufweise. Der Landeshauptmann führte diese positive Entwicklung vor allem auf die Steigerung der öffentlichen Aufträge zurück, die insgesamt 31,2 Mio. Euro im Zeitraum Jänner bis November 2002 erwirtschaftet hätten. Positiv sei auch die Entwicklung in der Sachgüterproduktion, wo es im November 2002 eine Steigerung um 28,9 Prozent gegeben habe sowie im Tourismus, der im Jänner 2003 einen Nächtigungszuwachs von 5,4 Prozent gehabt habe. "Motor des Erfolges" im Tourismus sei laut Haider die vom Land initiierte Tourismusoffensive, durch die bereits 51 Mio. Euro in die Modernisierung und Qualitätsverbesserung von Tourismusbetrieben geflossen seien. Deshalb solle die Tourismusoffensive auch fortgesetzt werden, sagte der Landeshauptmann.

Straßen- und Wohnbaureferent Gerhard Dörfler verwies auf die bereits geänderte Förderung im Wohnbau zugunsten der Altbausanierung sowie auf wichtige Infrastrukturprojekte im Straßenbau. Das derzeit größte Projekt sei die am Montag begonnene Sanierung der A2 Südautobahn zwischen Pörtschach und Klagenfurt. Sie umfasse als "größte Baustelle Kärntens" Investitionen von 30 Mio. Euro und beschäftige 60 Leute. In diesem Zusammenhang bat der Landesrat um Verständnis für Verkehrsbehinderungen, die durch Baustellen entstehen und verwies auf das gemeinsame Projekt mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), das Pendlern während der Bauarbeiten den Umstieg von der Straße auf die Schiene schmackhaft machen solle.

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