Verzetnitsch: Von multikultureller Zusammenarbeit profitieren

Tagung zur interkulturellen Öffnung von Betrieben in Wien

Wien (ÖGB). "Kulturelle Unterschiede dürfen nicht zu Gegensätzen, sondern zum Miteinander führen", stellte ÖGB- und EGB-Präsident Fritz Verzetnitsch zu Beginn des zweiten Tages der Tagung "Interkulturelle Öffnung von Betrieben" im ÖGB-Seminarzentrum Strudlhof in Wien fest. Seit Montag beraten rund 60 GewerkschafterInnen, ArbeitgebervertreterInnen und MigrantInnen aus Finnland, Irland und Österreich im Rahmen des EU-Projektes FAIRER (Finland, Austria, Ireland Respect Engaging Racism) über wirksame Strategien gegen Rassismus und Diskriminierung am Arbeitsmarkt.++++

"Wir haben nur eine Welt und in der müssen wir miteinander auskommen", meinte der ÖGB-Präsident und stellte gleich fest was für ihn von der "multikulturellen Zusammenarbeit profitieren" nicht bedeuten dürfe. "Das ist nicht als Kolonialismus oder als Wettbewerbsvorteil für den Profit von Konzernen zu verstehen. Vielmehr ist multikulturelle Zusammenarbeit ein Wettbewerbsvorteil für die Menschen", so Verzetnitsch.

Der ÖGB-Präsident ging in seinem Referat auch auf die aktuelle weltpolitische Situation ein. Es gehe nicht an, dass der Präsident der einzigen Weltmacht die Staaten in "die Willigen" und in die vom "alten Europa" einteile. Weiters meinte der EGB-Präsident, dass er trotz derzeitiger Krise in der EU daran glaube, dass die Erweiterung der EU "das größte Friedensprojekt auf diesem Kontinent ist."

Abschließend unterstrich der ÖGB-Präsident die Wichtigkeit der Zusammenarbeit über Staatsgrenzen und kulturelle Schranken hinweg. Verzetnitsch: "Wir müssen auf diesem Weg weiterarbeiten damit Krieg nicht mehr als Lösung eines Problems angesehen wird."(ff)

ÖGB, 25. März 2003
Nr. 190

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