KV-Abschluss Bauindustrie und Baugewerbe: KV-Lohn in 2 Etappen insgesamt + 4,3 Prozent

Reallohnerhöhung für die rund 120.000 ArbeiterInnen in Bauindustrie und Baugewerbe

Wien (GBH/ÖGB). "Nach sehr harten, aber fairen Verhandlungen konnte mit den Vertragspartnern Bauindustrie und Baugewerbe ein neuer Kollektivvertrag mit einer deutlichen Reallohnerhöhung abgeschlossen werden", stellte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und ÖGB Vizepräsident Johann Driemer im Namen des gesamten Verhandlungsteams der Gewerkschaft Bau-Holz fest.++++

Es wurde eine Laufzeit von zweimal 12 Monaten, jeweils beginnend mit 1. Mai, vereinbart.
In der ersten Etappe, ab 1. Mai 2003, werden die KV-Löhne und Lehrlingsentschädigungen um 2,1 Prozent erhöht, in der zweiten Etappe um weitere 2,2 Prozent.
Zusätzlich wird der KV-Lohn mit der Lohnerhöhung vom 1. Mai 2004 auf den nächsten vollen Cent aufgerundet.

Vereinbart wurde auch die Parallelverschiebung, d.h., die bestehenden Überzahlungen bleiben aufrecht.

Das Trennungsgeld wird jeweils mit den Verbraucherpreisindices erhöht, das bedeutet eine Erhöhung um 1,8 Prozent ab 1. Mai 2003. Für das Jahr 2004 wird dann der amtliche Verbraucherpreisindex des Jahres 2003 als Grundlage herangezogen. Diese Erhöhungsprozentsätze gelten auch für die Anpassungen des Trennungsgeldes in den Zusatz- und Sonderverträgen. Auch das Wegegeld wird erhöht.
Die vorstehenden Vereinbarungen gelten auch für die Zusatz- und Sonderverträge inkl. Feuerungsbau.

Im Rahmenkollektivvertrag konnten Verbesserungen bei den Kündigungsfristen vereinbart werden. So gilt nun die Regelung, die bisher nach acht Jahren bereits in Kraft getreten ist, bereits nach fünf Jahren der Beschäftigung, die Kündigungsfristen erhöhen sich nach 10 bzw. 15 Jahren nochmals.

In Arbeitskreisen werden für die Themen "Trennungsgeld neu unter dem Aspekt der Bauarbeitermobilität" und "Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall" neue Modelle erarbeitet.

ÖGB, 25. März 2003
Nr. 189

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