Glawischnig: Morak verantwortlich für Aushungern des österr. Films

Moraks Umgang mit Diagonale ist symptomatisch - Grünes Erstes-Hilfe-Paket für den Film

OTS (Graz/Wien)- Anlässlich der Eröffnung der Diagonale, dem Festival des österreichischen Films, in Graz zieht die Kultursprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, Bilanz über die dramatische Situation des österreischen Films: "Seit dem Jahr 2000 führen die verheerende Kultur- und die restriktive Budgetpolitik zu einem systematischen Aushungern des österreichischen Filmschaffens. Dafür ist ganz klar Staatssekretär Morak zur Verantwortung zu ziehen", kritisiert Glawischnig. Nach wie vor gebe es keinerlei steuerliche Anreize, Privatkapital in Filmprojekte fließen zu lassen, das ORF Film-TV-Abkommen sei eingefroren und die Sonderfilmförderung aus den Jahren 1998 und 1999 sei bis zum heutigen Tag nicht wieder aktiviert worden, so Glawischnig weiter.

"Gerade jetzt braucht der österreichische Film massive Unterstützung", erklärt Glawischnig. Noch vor einem halben Jahr hätten alle Parteien im Rahmen einer parlamentarischen Enquete Vorschläge zur Stärkung des Films eingebracht, im vorliegenden Regierungsprogramm sei davon kein Beistrich übrig geblieben. "Insbesondere der verheerende Umgang von Staatssekretär Morak mit der Diagonale ist symptomatisch für seine Kulturpolitik. Auf diese Art beschädigt er ein äusserst erfolgreiches Kulturprojekt", so Glawischnig.

Die Grünen fordern die sofortige Aufstockung der Filmförderung auf 25 Mio Euro und steuerliche Maßnahmen nach dem Vorbild Luxemburg zur Stärkung für private Investitionen in Filmprojekte. Überdies ist für Glawischnig die Aufstockung des ORF Film-TV-Abkommens unabdingbar.

Bei dem im Graz stattfindenden Kulturvernetzungstreffen der Grünen, unterzeichnen alle KulturpolitikerInnen der Grünen - von EU bis zu den Landtagen und Gemeinderäten - ihren Protest gegen die Beschädigung der Diagonale und seiner Intendantin. "Der unbestreitbare Erfolg der Diagonale unter der Co-Leitung von Christine Dollhofer lässt keinen anderen Schluß zu, als ihre Intendanz zu verlängern", ergänzt Glawischnig. Die Grünen werden im Parlament ein ‚Erstes Hilfe-Paket" für den österreichischen Film einbringen.

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