Wegbereiter und Wegbeschreiter - 10 Jahre ARA AG - 10 Jahre für die Umwelt: ARA manifestierte die getrennte Sammlung von Verpackungen in Österreich

Wien (OTS) - 10 Jahre ARA System:
- Mehr als 13.000 Lizenzpartner
- Millionengrenze bei Sammelbehältern überschritten
- Über 6 Millionen Tonnen Verpackungsabfall gesammelt
- Halbierung der Lizenzierungskosten
- 108,3 Mio. Euro Entlastung für die Wirtschaft seit 1993

ARA AG leitete neue Ära ein

Vor genau 10 Jahren begann für Österreich in der Abfallwirtschaft eine neue Ära: Erstmalig wurde mit der Verpackungsverordnung das Prinzip der "erweiterten Produzentenverantwortung" eingeführt - zur Organisation und Finanzierung der Sammlung und Verwertung von Verpackungen. Deshalb wurde auch am 17. März 1993 auf Initiative der heimischen Wirtschaft die Altstoff Recycling Austria AG gegründet, die künftig die Verantwortung für die flächendeckende Sammlung, Sortierung und Trennung von Verpackungsabfällen in der Alpenrepublik Sorge tragen sollte.

In den Anfangsjahren oft skeptisch betrachtet, nahm die ARA AG unter Vorstand Dkfm. Christian Stiglitz die Herausforderungen an. "Wir betraten neues Terrain auf allen Pfaden: politisch, rechtlich, wirtschaftlich, gesellschaftlich und kommunikationspolitisch. Die österreichischen Unternehmen und die Bevölkerung mussten über die getrennte Sammlung informiert, beraten und davon überzeugt werden", blickt Stiglitz zurück. "In das Leben von Herr und Frau Österreicher mussten effizient organisierte, praktische Abfallsammel- und Lizenzsysteme implementiert werden. Und das haben wir geschafft - wir sind den richtigen Weg gegangen."

Dass der "Umwelt-Weg" der ARA AG der richtige war, zeigt sich in der dynamischen Entwicklung der Leistungszahlen:

2002 mehr als 13.000 Lizenzpartner

Mittlerweile lizenzieren mehr als 13.000 Unternehmen ihre Verpackungsmengen bei der ARA AG. Im Laufe des Startjahres 1993 konnten bereits 5.356 Lizenzpartner gewonnen werden, 1994 wurde die Zahl auf 8.353 gesteigert.

1 Million "Küberl" für die getrennte Sammlung

Standen 1993 dem sammeleifrigen Bürger 664.000 Sammelbehälter zur Verfügung, erhöhte sich diese Zahl im Laufe des ARA-Jahrzehnts um mehr als 50% auf 1.004.900 Behälter. Darüber hinaus bietet das ARA System über 1,1 Millionen Haushalten die besonders bequeme Sammlung für Leichtverpackungen mit dem gelben Sack an.

Das Non-Profit-Unternehmen verzeichnete 1994 bereits eine Sammelmenge von 652.900 Tonnen. Das vorläufige Ergebnis für 2002 beläuft sich auf rund 688.000 Tonnen.

6.092.000 t Verpackungsabfall in letzten 10 Jahren gesammelt

Insgesamt hat die ARA in den letzten 10 Jahren 6.092.000 Tonnen Verpackungsabfall gesammelt. Das entspricht einer Menge, die 20 mittlere Deponien gefüllt hätte. "Diese Leistung hätten wir nicht ohne die Tatkraft aller Beteiligten der Wirtschaft, der Kommunen, der Entsorgungs- und Verwertungsbetriebe, der österreichischen Bevölkerung und unserer rund 200 Abfallberater im ganzen Land zustande gebracht. Ihnen allen muss ein großes Lob ausgesprochen werden", so Christian Stiglitz.

104 kg sammelten die Österreicher 2002 "pro Kopf und Nase"

So liegen die Österreicher bei der durchschnittlichen Pro-Kopf-Sammelmenge im europäischen Spitzenfeld: Betrug dieser Wert 1994 rund 81 kg, lag er 2001 bei etwa 103 kg und 2002 bei 104 kg.

Bequemstes Verpackungssammelsystem der Welt

Basis dafür ist eine flächendeckende Infrastruktur mit über einer Million Sammelbehälter und dem gelben Sack für mehr als eine Million Haushalte. Das ARA System ist damit für den Konsumenten das bequemste Verpackungssammelsystem der Welt.

Reduktion der Verpackungen im Restmüll um 80%

Parallel dazu konnte die Sammelqualität in den letzten zehn Jahren verbessert und alle gesetzlich verankerten Ziele, die Maximalwerte für Verpackungsmengen im Restmüll definieren, erreicht werden. Die Menge an Verpackungen im Restmüll wurde von 695.000 Tonnen (1991) auf 153.000 Tonnen im Jahr 2001 reduziert.

1995-2003: Halbierung der Kosten pro Tonne Verpackung

Beinahe eine Halbierung erreichte die ARA bei den durchschnittlichen Lizenzierungskosten pro Tonne - und das "nur" in den letzten acht Jahren. Denn 1995 musste ein Lizenzpartner noch im Schnitt 310 Euro pro Tonne zahlen, die erwarteten Kosten für 2003 liegen bei 170 Euro. Die ARA war damit in der Lage, die Wirtschaft permanent zu entlasten. Und dieser Trend hält auch 2003 an, indem die Lizenzierung von Verpackungsabfall erneut günstiger wird.

108,3 Mio. Euro Entlastung für Wirtschaft und Konsumenten

"Von 1995 bis 2003 haben wir die österreichische Wirtschaft mit einer Gesamteinsparungssumme von 108,3 Mio. Euro unterstützt. Damit helfen wir nicht nur den heimischen Unternehmen, sondern auch den Konsumenten. Gelungen ist uns das nur durch die strikte Nutzung aller Kostensenkungspotenziale, ein Grundsatz, den wir seit unserer Gründung vor zehn Jahren konsequent verfolgen", erläutert Dkfm. Stiglitz.

Sämtliche Packstoff-Tarife enorm gesenkt

Besonders stark gesunken sind die Tarife für Kunststoffe groß (-41%), Materialverbunde (-57%), Kunststoffe klein (-51%). Die Kosten für die Packstoffe Papier, Karton und Wellpappe fielen mit 36% um mehr als ein Drittel. Aluminiumverpackungen wurden über diesen Zeitraum um 12% und kleine Ferrometalle um 9% günstiger. Die Lizenzierungskosten für Glasverpackungen sanken um 5%.

Österreicher trennen zu 90% penibel, so gut es geht

"Diese Zahlen beweisen, dass es sich in jeder Hinsicht gelohnt hat, an dem Gedanken der getrennten Sammlung festzuhalten - wider jeglicher Skepsis", meint Stiglitz. Eine Gallup-Studie bestätigt, dass die Österreicher und Österreicherinnen das Sammelsystem mit Enthusiasmus aufnehmen und heute zu 90% "penibel" trennen oder zumindest "so gut es geht".

Pilotprojekt digitale Signatur - ARA AG als innovativer Vorreiter

Im vergangenen Jahr startete die ARA AG ein zukunftsweisendes Pionierprojekt: Dabei kam erstmals in Österreich die hochsichere digitale Signatur zum Einsatz. 30 ARA-Kunden hatten im ersten Projektschritt die Möglichkeit, ihre Lizenzmengen online zu melden. Und das Feedback war mehr als positiv. Auch so spart die ARA ihren Kunden Zeit und Geld.

"Gemeinsam mit allen Beteiligten haben wir dem Thema Verpackungssammlung in Österreich den Weg bereitet und diesen auch beschritten. Wir haben ihn in den letzten 10 Jahren gepflegt, optimiert und ein funktionierendes Netzwerk aufgebaut. Dank intensiver Informations- und Aufklärungsarbeit ist in Österreich Littering im Vergleich zur Lage in Resteuropa kein Thema.

Selbstverwaltung der Wirtschaft - ein beispielhafter Erfolg

Und das ist auch die Leistung des ARA Systems. Das 1993 innovative und revolutionäre Konzept der "erweiterten Produzentenverantwortung" für Verpackungsabfälle wurde von Wirtschaft und ARA System mit Leben gefüllt und zum Laufen gebracht. Ein Beweis für die Selbstverwaltungskraft der Wirtschaft zur Erreichung ökologischer Ziele.

Aber auf unseren Erfolgen werden wir uns nicht ausruhen - ganz im Gegenteil, diese spornen uns zu neuen Taten für unsere Umwelt und unsere Kunden an. Wir freuen uns schon auf die nächsten 10 Jahre ARA AG", resümiert Dkfm. Christian Stiglitz.

Bildmaterial: Fotos finden Sie zum Downloaden auf der Website http://www.ara.at

Rückfragen & Kontakt:

Christian Mayer (Leiter der Kommunikation),
Altstoff Recycling Austria AG,
Tel.: 01/599 97-301

Dkfm. Christian Stiglitz (Vorstand),
Altstoff Recycling Austria AG,
Tel.: 01/599 97-201

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