ÖAMTC-Forderungen für einen echten "Biker-Frühling"

Fünf Punkte, die das Biker-Leben erleichtern könnten

Wien (ÖAMTC-Presse) - Die erste Ausfahrt mit dem Motorrad zeigt viele Hindernisse auf, mit denen der Biker leider immer wieder rechnen muss. "Wer beispielsweise im Frühjahr zu beherzt den Gashahn dreht, macht in den Kurven oft zu schnell die Bekanntschaft mit Streusplitt, der Biker-Gefahr Nummer 1 nach dem Winter", want ÖAMTC-Verkehrstechniker Roman Michalek. Von gefährlichen Straßenausbesserungen bis zu fehlenden Wechselkennzeichen zwischen Pkw und Motorrad reicht die Palette der Biker-Hindernisse.

Der ÖAMTC hat dies zum Anlass genommen, ein Fünf-Punkte-Forderungsprogramm für Motorradfahrer vorzulegen:

* Der Club fordert nun nach dem Winter von den Straßenverwaltungen die zügige Räumung des Streusplitts von den Fahrbahnen als wichtigen Beitrag zur Unfall-Vermeidung.

* Nach der Wintersaison werden Ausbesserungen von Frostaufbrüchen durchgeführt, die aber vielfach nur notdürftig und für Biker gefährlich repariert werden. Um auch hier keine unnötigen Hindernisse aufzubauen, sollten nicht nur kleine Flecken ausgebessert werden, sondern nach Möglichkeit die Fahrbahnen flächiger asphaltiert werden. Besonders hoch ist das Unfallrisiko beim Ausgießen von Rissen in der Fahrbahn. Hier bildet sich ein Wulst, der für den Biker wie eine "verkehrte Schiene" wirkt.

* Auch im Zuge des Austausches der umstrittenen Aluleitschienen sollte man das Augenmerk auf die Sicherheit der Motorradfahrer lenken. Beim Austausch der Aluleitschienen rät der ÖAMTC zu doppelten Leitschienen, die ein Durchrutschen und ein Anprallen der Motorradlenker an die Leitplanken-Verankerungen verhindern. Ummantelungen von Pfosten und Verkehrszeichen auf beliebten Biker-Strecken sollten ebenfalls zum Sicherheits-Standard gehören.

* Wechselkennzeichen für Pkw und Motorräder sind eine weitere Forderung des Clubs. Wer im Sommer Motorrad fährt und im Winter Auto, muss dann nicht beide Fahrzeuge einzeln anmelden. Gleichzeitig wird der öffentliche Parkraum entlastet, denn ohne Kennzeichen darf das Fahrzeug nur auf Privatgrund abgestellt werden.

* Für Stadtbereiche fordert der ÖAMTC, dass Busspuren für Biker nicht tabu sein sollten. Ein Befahren der Busspuren mit Motorrädern verbessert den Verkehrsfluss und erhöht die Sicherheit der gefährdeten Einspurigen im Stau. Die Behörden könnten auf Straßen mit geregelten Fußgängerübergängen Ausnahmeregelungen für Motorradfahrer schaffen. Während derzeit erlaubter Weise Radfahrer oder haltende Taxis die Busse behindern können, ist durch Motorradfahrer keine Beeinträchtigung des Linienverkehrs zu erwarten.

"Würden allein nur diese fünf Punkte beherzigt werden und die Verkehrsplaner und Behörden bei ihren Maßnahmen auch an die Gruppe der Zweiradfahrer denken, stünde einem echten 'Biker-Frühling' nichts mehr im Wege", betont ÖAMTC-Experte Michalek abschließend.

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ÖAMTC-Pressestelle/Hannes Kerschl

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