Österreich muss mehr in Forschung und Entwicklung investieren um mittelfristiges Wachstumspotential zu stärken

Verbesserung der Forschungs- und Innovationsleistung: Topthema der wirtschaftspolitischen Agenda Europas

Wien (PWK168) - "Österreich muss mehr in die Forschungs- und Innovationsfähigkeit investieren und in den wichtigsten Handlungsfeldern seine Hausaufgaben machen um das Wachstumspotential der Wirtschaft mittelfristig zu verbessern", stellte Markus Beyrer, Leiter der Stabsabteilung Wirtschaftspolitik der Wirtschaftskammer Österreich, anlässlich des Europäischen Rats heute in Brüssel fest. Die Staats- und Regierungschefs haben die Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) in die Top-Prioritäten der wirtschaftspolitischen Agenda Europas gereiht.

"Wir müssen gerade jetzt aktiv an der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit arbeiten", so Beyrer, und erwartet, dass die Bundesregierung das Ziel einer deutlichen Verbesserung der Forschungs- und Entwicklungsleistung Österreichs voll mitträgt.

"Politisches Handeln ist in mehreren Bereichen notwendig. Dazu zählen die Verbesserung der wissenschaftlich-technischen Qualifikation, die Erleichterung der Finanzierung technologieorientierter Unternehmen, die bessere Vernetzung Österreichs mit der internationalen Spitzenforschung, eine bessere Mobilität des Forschungspersonals, der Ausbau der innovationsunterstützenden Dienstleistungen und die Bewusstseinsbildung für Innovation", ergänzt der Technologieexperte der WKÖ, Rudolf Lichtmannegger.

Beyrer zu den unmittelbar notwendigen Schritten: "Vor allem muss

jetzt eine tragfähige und praktikable Kooperation zwischen den weiterhin drei für F&E zuständigen Ministerien gefunden werden, die gemeinsame Ziele festhält, eine Aufgabenteilung vorsieht und eine strategische Koordination der den Ressorts nachgelagerten operativen Einheiten der F&E-Förderung umsetzt. Die Koordination der F&E-Politik muss besser werden als bisher.

die F&E-Förderlandschaft sich an der Struktur der heimischen Wirtschaft und Forschungskompetenz orientieren, eine klare Aufgabenzuordnung für die operativen Einheiten vorsehen und bewährte und leistungsfähige Einrichtungen bestmöglich weiterentwickeln.

die Finanzierung der F&E-Mittel deutlich erhöht werden. Die bisher im Regierungsprogramm vorgesehenen Ansätze sind etwa die Hälfte dessen, was nach Berechnungen der WKÖ und des Rates für Forschung und Technologieentwicklung nötig ist, um die von der Regierung selbst formulierten Ziele zur erreichen. Hier wird es nötig sein neben den Sondermitteln von 600 Mio. Euro auch andere Quellen zu nutzen. Außerdem dürfen den Zusatzmitteln nicht Kürzungen in den regulären Budgetansätzen für F&E gegenüberstehen."

Beyrer verweist auf den Appell von EU-Forschungskommissar Busquin, der am Montag dieser Woche die Finanzminister der Mitgliedstaaten eindringlich aufgefordert hatte, mehr in Forschung und Innovation zu investieren.

"Gerade durch die EU-Erweiterung wird ein stärkeres Engagement in der Entwicklung innovativer und höherwertiger Produkte und Dienstleistungen zum zentralen Element einer wirtschaftspolitischen Strategie Österreichs. Deshalb müssen wir heute in die Zukunft investieren, um das Wachstumspotential zu verbessern", betont Beyrer abschließend. (RH)

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