BS Gewerbe und Handwerk intensiviert Zusammenarbeit mit ungarischem Gewerbeverband

Gespräche zu Stand der Lehrlingsausbildung und Mobilität von Fachkräften

Wien (PWK167) - Da der Beitritt der EU-Kandidatenländer kurz bevorsteht, intensiviert die Bundessparte Gewerbe und Handwerk der Wirtschaftskammer Österreich die Zusammenarbeit mit den mittel- und osteuropäischen Schwesterverbänden. Aus diesem Grund begrüßte Bundesspartenobmann Georg Toifl eine Delegation des Zentralverbandes der ungarischen Gewerbekörperschaften (IPOSZ - Ipartestületek Országos Szövetsége) aus Budapest. György Szücs, Präsident des Verbandes, wurde begleitet von Geschäftsführern der Innungen Bau und Konditoren. "Uns verbindet sowohl die geographische Nähe, als auch eine jahrelange Freundschaft geprägt von einer wirkungsvollen Zusammenarbeit", unterstrich Toifl die gemeinsamen Bemühungen.

Dem Besuch liegt eine Vereinbarung zugrunde, die am 28. Juni 2002 zwischen den beiden Interessenvertretungen für gemeinsame Aktivitäten und eine innovative Zusammenarbeit unterzeichnet wurde. IPOSZ vertritt - so wie die Bundessparte Gewerbe und Handwerk - zirka 80.000 Gewerbe- und Handwerksbetriebe. Im Vordergrund der Partnerschaft steht der Erfahrungsaustausch hinsichtlich Ungarns Beitritt zur EU mit 1. Mai 2004. Die Vertreter des ungarischen Gewerbes sind vor allem bestrebt, aus den Erfahrungen des österreichischen Gewerbes zum EU-Beitritt zu lernen. Die vereinbarten gemeinsamen Aktivitäten und die innovative Zusammenarbeit wurden durch dieses Treffen nun bekräftigt.

Besprochen wurden u.a. der Stand der Lehrlingsausbildung in Ungarn und Österreich sowie die Auswirkungen der EU-Standards auf die Gewerbebetriebe. Der Tenor ist derselbe: Um die Mobilität der Fachkräfte voranzutreiben, müssen nicht nur gegenseitige Anerkennungshürden im Bereich der Lehrabschlüsse und Meisterprüfungen beseitigt werden. "Vor allem in der erweiterten EU müssen wir uns gemeinsam für einheitliche Leistungsstandards in der Berufsausbildung und der Erwachsenenweiterbildung einsetzen", erklärte Toifl. Die österreichische Qualitätsarbeit genießt weit über die Grenzen Europas einen ausgezeichneten Ruf und ist daher "Best-Practice-Vorbild für ganz Europa" sind sich Szücs und Toifl einig.

Nach einer Besichtigung des Lehrbauhofes Guntramsdorf und des Wifi Wien wurden der Delegation aus Budapest die neuesten Entwicklungen und Richtlinien der EU im Lebensmittelbereich anschaulich in der Produktionsstätte einer traditionsreichen Konditorei in Simmering vorgestellt.

"Es besteht unbestritten Nachholbedarf bei unseren Gewerbe- und Handwerksbetrieben bis wir EU fit sind", meinte Gábor Solti, Direktor von IPOSZ. "Und wir unterstützen die Aufbruchsstimmung unserer Nachbarn mit den Erfahrungen und dem Know-How des österreichischen Gewerbe und Handwerks", resümierte Helmut Heindl, Geschäftsführer der Bundessparte Gewerbe und Handwerk. (us)

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