SPÖ-Ludwig: Frauenerwerbsquote in Wien 10 Prozent höher als im Österreich-Schnitt

Wien steht für kontinuierliche und differenzierte Studien über Frauen

Wien (SPW-K) - "Seit Anfang 1999 wurde in regelmäßigen Studien
ein kontinuierliches und sehr differenziertes Bild der Situation von Frauen und Mädchen in Wien erhoben", wies Freitag SPÖ-Landtagsabgeordnete Martina Ludwig in einer Aussendung des Pressedienstes der SPÖ Wien auf die Studien-Serie "Frauenbarometer" hin und damit die Kritik der grünen Abgeordneten Vana zurück. Bisher lägen, so Ludwig, Untersuchungen zu den Themen Gesundheit und Ernährung, Sicherheit, Arbeit und Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Berufswahlentscheidungen von Mädchen vor. Diese seien auf der Internetseite des Wiener Frauenbüros (MA 57) als Download abrufbar. Darüber hinaus gebe es einen Mädchenbericht und regelmäßige Frauengesundheitsberichte. Die von der Grünen Abgeordneten Vana geforderte Berücksichtigung des Prinzips Gender Mainstreaming sei bereits seit dem Jahr 2000 in der Geschäftseinteilung für den Magistrat verankert, wies Ludwig auf bestehende Tatsachen hin. Es gebe daher keinen Anlass, gerade die Wiener Frauenpolitik schlecht zu reden. "In Wien ist die Frauenerwerbsquote um 10 Prozent höher als im Durchschnitt Österreichs. Die Wienerinnen sind besser ausgebildet und können auf eine sehr gute Infrastruktur an Kinderbetreuungseinrichtungen zugreifen", erläuterte Ludwig die bessere Lage der Wienerinnen. ****

Frauenstadträtin Renate Brauner habe bereits vor längerer Zeit auf die Problematik der zunehmenden Atypisierung von Beschäftigungsverhältnissen hingewiesen. Auf ihre Initiative wurde gemeinsam mit dem WAFF (Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds) im vergangenen November ein Sofort-Maßnahmenpaket im Wert von einer Million Euro für die von prekären Arbeitsverhältnissen betroffenen Frauen geschnürt, setzte Ludwig fort. Der EU-Jahresbericht "Chancengleichheit für Frauen und Männer in der Europäischen Union" habe erst kürzlich gezeigt, dass Österreich bei der Frauenerwerbstätigkeit zu den Schlusslichtern Europas zähle. Dies sei auf massive Fehlentwicklungen auf Bundesebene zurückzuführen. "Die neue Frauenministerin ist dringend aufgefordert, im Interesse der Frauen tätig zu werden und die Beseitigung dieser Missstände in Angriff zu nehmen", stellte Ludwig fest. Nachdem das Wifo erst kürzlich ernsthafte Kritik am Kinderbetreuungsgeld geäußert habe, werde eine rasche Reform immer dringender, appellierte die Mandatarin abschließend an Frauenministerin Maria Rauch-Kallat eine echte Vereinbarkeit von Beruf und Familie für alle Frauen zu ermöglichen. (Schluss)

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