Mühlwerth: Diskussion um Stundenkürzung heuchlerisch!

Demonstrationen sollten in unterrichtsfreier Zeit stattfinden

Wien, 2003-03-21 (fpd) - Als "heuchlerisch" bezeichnete heute die FP-Vizepräsidentin des Wiener Stadtschulrates, Monika Mühlwerth, die herrschende Aufregung an den Schulen um die geplante Kürzung von zwei Unterrichtsstunden pro Woche. "Vor allem Eltern und Lehrer sind sich weitgehend einig, dass dadurch das Bildungsniveau weiter sinken wird. Allerdings scheint es überhaupt kein Problem zu sein, wenn die vom Qualitätsverlust bedrohten Schüler während der Unterrichtszeit demonstrieren gehen", so Mühlwerth. ****

Die Vizepräsidentin wies darauf hin, dass das Demonstrationsrecht, auch jenes der Schüler, selbstverständlich nicht angetastet werden dürfe, die Demonstrationen jedoch in der unterrichtsfreien Zeit durchgeführt werden sollten. "Natürlich ist es viel lustiger, den Unterricht ausfallen zu lassen, allerdings müsste es den Schülern doch wert sein ihre Freizeit für dieses so wichtige Anliegen zu opfern", so Mühlwerth.

"Selbstverständlich ist es wichtig im Rahmen des Unterrichts über Bildung, den Irak-Krieg und seine Gründe etc. breit zu diskutieren, aber der Aktionismus muss der Freizeit vorbehalten bleiben. Die Tatsache, dass Lehrer und Direktoren den Unterrichtsentfall unterstützen, indem sie ihren Schülern für die Demonstration freigeben, zeigt, dass die Diskussion um die Stundenkürzung nicht sachlich sondern rein parteipolitisch geführt wird", so Mühlwerth abschließend. (Schluss) lb

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